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move&do richtet erstes nationales Laureus-Sport-Camp aus

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Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2011 fand auf der Schwäbischen Alb das erste Laureus-Sport-Camp statt, an dem alle acht von der Laureus-Stiftung geförderten Projekte beteiligt waren. Unter dem Motto „Sport has the power to change the world“ begaben sich 50 Kinder sowie deren Betreuer und Projektleiter auf eine kulinarische Reise um die Welt, um die einzelnen Projekte kennenzulernen und verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ob Fußball von den Kicking Girls und KICKFORMORE, Rangeln und Raufen als Vorstufe für das Boxen, vorgestellt von dem Berliner Projekt KICK im Boxring und Kids for future aus Köln, kooperative Olympische Spiele organisiert von move&do oder Hockey vom Berliner Projekt KICK on Ice: Für die Kids und Jugendlichen war allerhand geboten.

Highlight war für viele die Fahrt zum Golfclub Donau-Riss e.V., der den Golfplatz für die Kinder und Jugendlichen der Laureus-Stiftung kostenlos bereitstellte. Dort vermittelten drei Golf-Pros gemeinsam mit den körperlich und geistig behinderten Jugendlichen des Münchner Golfprojekts KidSwing den anderen Kids die Golf-Basics. Mit Feuereifer übten die Kinder drei Stunden lang putten und abschlagen und nahmen den ein oder anderen Tipp vom Profi mit.

„Das ist so viel besser als Minigolfen“, freute sich die elfjährige Marie-Michelle von der Ameisenbergschule in Stuttgart und sammelte ihre Golfbälle wieder in den Eimer. Sie ist eine derjenigen Kinder, die sich um die Teilnahme am Camp beworben haben. Jedes Projekt durfte sechs Kinder mit zum Laureus-Sport-Camp bringen. Das war für das Stuttgarter Projekt move&do, das jährlich mit 4000 Kindern und Jugendlichen aus ganz Stuttgart erlebnispädagogisch arbeitet, eine schwere Entscheidung. Die Wahl viel auf die sechste Klasse der Ameisenbergschule im Stuttgarter Osten. Die Ameisenbergschule arbeitet schon seit dem Projektstart im Jahr 2006 mit move&do zusammen. Alle fünften Klassen durchlaufen ein Kletterangebot, das den Kindern den Einstieg und das Kennenlernen in der weiterführenden Schule erleichtert und gleichzeitig soziale Kompetenzen schult. Um am Laureus-Camp teilzunehmen, konnten sich interessierte Kinder der Klasse 5 der Ameisenbergschule bewerben. „Von einer offiziellen Bewerbungsmappe, über einen selbstgedrehten Film bis hin zu einer Tanzchoreographie haben wir alles gesehen - ich habe mich wie Dieter Bohlen bei das Supertalent gefühlt“ erklärt Marcus Weber, Diplom-Sozialpädagoge bei move&do.

Am Wochenende wurde erneut deutlich, dass Sport alle Sprachen spricht und anfängliche Ängste und Hemmnisse schnell überwunden werden. Noch bevor alle Projekte angereist waren, fand schon das erste Fußballspiel, initiiert von den Kindern und Jugendlichen, statt: egal ob Schwaben oder Kölner, behindert oder nicht-behindert, alt oder jung, mit oder ohne Migrationshintergrund – alle durften mitspielen. Auch Thomas Jansen, Projektleiter von KICK im Boxring, kann nur bestätigen wie wertvoll das Camp für seine Berliner Jungs war: „Durch das Camp kommen die Kinder aus ihrem normalen Kontext raus. Für meine Jungs ist das sehr aufregend, die Kinder aus den anderen Projekten kennenzulernen. Hier haben sie die Chance, ihren Horizont zu erweitern, andere Kulturen und Menschen kennenzulernen.“

Abenteuerliche Floßfahrt – Stuttgarter Förderschüler erobern den Hochrhein

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Ein Schuljahr lang wurden Modelle gebaut, verschiedene Flöße konstruiert, Probefahrten auf dem Max-Eyth-See unternommen und der Floßtour auf dem Hochrhein vom Rheinfall flussabwärts entgegengefiebert.

Highlight für die zehn- bis dreizehnjährigen Schüler war sicherlich das Zuwasserlassens ihres aus Brettern und blauen Tonnen bestehenden Floßes an der Einsatzstelle in Balm: „Ich habe bis zum Schluss nicht gedacht, dass es tatsächlich hält und nicht mitten auf dem Fluss auseinanderbricht“ erklärt Daniel, der genauso wie seine neun Mitschüler mächtig stolz darauf ist, was er geleistet hat. In der einen Woche haben die Schüler und deren Betreuer nicht nur 35 km paddelnderweise auf einem Floß den Rhein befahren, sondern jeden Abend ein neues Lager errichtet, auf Gaskochern das Essen zubereitet und in Zelten geschlafen, um sich am nächsten Tag wieder auf die harten Hölzer des Floßes zu begeben und wieder von vorne anzufangen. „Es war unglaublich, welche Entwicklung die Schüler im letzten Schuljahr mitgemacht haben. Jeder Einzelne ist förmlich über sich hinausgewachsen. Noch zu Beginn wäre solch eine Aktion undenkbar gewesen. Zehn Einzelkämpfer, jeder mit seinen persönlichen Problemen beschäftigt, unkonzentriert, unruhig. Gut, dass es solche Initiativen gibt, die auch längerfristig angelegte Projekte unterstützen“ so Yvonne Kersten, Klassenlehrerin an der Kreuzsteinschule.

Im Juni 2010 setzten sich Carola Mertens und Marcus Weber von move&do mit Rainer Öhrle von der Evangelischen Jugend Stuttgart zusammen, um eine Kooperation einzugehen und ein neues erlebnispädagogisches Projekt zu entwickeln. Gemeinsam entstand die Idee, mit einer Förderschulklasse eine Floßtour zu unternehmen. „Da kam die Unterstützung der „Ich kann was !“-Initative der Deutschen Telekom natürlich sehr gelegen. Wir waren uns einig, dass wir den Schüler mehr bieten wollten, als ein einmaliges Erlebnis, das schon nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit gerät“ erklärt Marcus Weber. Deshalb sollten die Schüler möglichst ganzheitlich geschult und von Anfang an in die Planung der Tour mit einbezogen werden. Durch die aktive Beteiligung, sind die Schüler vielmehr Teil der Tour als nur passive Konsumenten. Neben der Konstruktion von Flößen sollten die Schüler in erster Linie in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und als Team zusammenwachsen. Neben vielen kooperativen Spielen standen deshalb auch Ausflüge ins Cityrock, eine Probenacht im Aktivpark Bergheide und Probepaddeln auf dem Max-Eyth-See auf dem Programm. Ergänzt wurden die wöchentlich stattfindenden Vorbereitungstreffen durch fächerübergreifenden Unterricht zu den Themen Floß, Flusskunde, Kalkulation der Verpflegungskosten, Erstellen einer Packliste und eines Essensplans und Verfassen von Spendenbriefen. „Gut, dass wir ein ganzes Schuljahr für die Vorbereitung eingeplant haben, denn zu Beginn konnten noch nicht einmal alle Schüler schwimmen, was natürlich ein absolutes Ausschlusskriterium für die Tour gewesen wäre. Also sind wir so lange mit den Kindern schwimmen gegangen, bis jeder einzelne mindestens das bronzene Schwimmabzeichen geschafft hat“ erklärt Carola Mertens.

Gestärkt und mit einem reichen Erfahrungsschatz, kamen die Schüler am Ende dieser erlebnisreichen Woche zurück an ihre Schule und berichteten ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern unter viel Anerkennung von den Erlebnissen ihrer Tour. Stolz können die Schüler nun von sich behaupten „Ich kann was!“ und haben erkannt, dass mit guter Teamarbeit und der Einbringung ihrer Stärken auch sie in der Lage sind ihre Ziele durchaus zu erreichen.

move&do präsentierte sich mit der Aktion "Pump it up"
auf der Schülermesse des 14. Kinder- und Jugendhilfetag in Stuttgart

Innerhalb von zehn Minuten mussten die Teams, bestehend aus mindestens 9 Personen, möglichst viel Wasser auf ein Gerüst in 5,5 m Höhe kurbeln und dieses über eine mit Seilen schwenkbare Regenrinnen in einen Eimer befördern. Heimtückischerweise befand sich der Eimer auf dem Helm eines Jugendlichen, der bei nicht ganz sommerlichen Temperaturen die ein oder andere Dusche genießen durfte. "Pump it up" war eine Gemeinschaftsaktion der Caritas Stuttgart, dem Kinder- und Jugendhaus Cafe Ratz und ProE.

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Die Floßfahrt rückt näher


Die Stimmung ist gut und die ersten Paddelversuche
sind geglückt. Die Tour kann kommen!

Nach fast einem Jahr der Vorbereitung ist es im Juli soweit: elf Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/6 der Kreuzsteinschule machen sich auf den Weg an den Hochrhein, um diesen mit einem selbstgebauten Floß zu befahren.

Die Vorbereitungen gehen in den Endspurt: Das Baumaterial ist besorgt, die Konstruktion der Flöße geübt, die Teamfähigkeit der Klasse gestärkt, der Auf- und Abbau der Zelte trainiert und eine Probenacht im Freien überstanden.

Nun stehen die letzten Prüfungen an: die Abnahme des Jugendschwimmabzeichens und Probetouren auf dem Max-Eyth-See.

move&do Dokumentation die Zweite

Schon zum zweiten Mal wurde move&do für eine Sozialdokumentation angefragt. Damals noch unter dem Sender DSF, wurden wir zwei Tage von einem Kamerateam beim prominenten Besuch von Boris Becker und Mika Häkkinen begleitet. Die beiden ehemaligen Spitzensportler besuchten mit uns die fünfte Klasse der Ameisenbergschule im Stuttgarter Osten.

Diesmal begleitete uns sport1(ehemals DSF) bei der täglichen Arbeit. An zwei Tagen besuchten wir drei Schulklassen und machten das, was wir täglich machen – Kinder und Jugendlich in ihren sozialen Kompetenzen stärken, damit sie gemeinsam die Schule meistern. So begleitete uns ein Kamerateam beim Ausladen unseres Sprinters, beim Klettern in der Kletterhalle oder beim intensiven Gespräch mit den Schülern – so bunt wie unser Alltag, so bunt ist auch dieser Film, zu sehen am:

Mittwoch, den 16. März um 17.30 Uhr auf sport1

Wir danken den Schülern, Lehrern und Schulsozialarbeiter der Steinbachschule, Ameisenbergschule und der Luginslandschule für Ihr Mitwirken bei diesem Film.