2017

Ein Pädagogisches Abenteuer
Sport in BW 06-17

Zum fünften Mal wurde der erlebnispädagogische Cup "Stuttgart 48 - ein erlebnispädagogisches Abenteuer" in Stuttgart ausgespielt. Unter dem Motto "Da Vinci Code - Das erste Geheimnis" hatten 20 Teams 48 Stunden Zeit, die Welt zu retten.

Die 80 Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren traten in Viererteams gegeneinander an. Während der 48 Stunden mussten zahlreiche Aufgaben im Stadtgebiet gelöst, waghalsige Abenteuer bestritten und atemberaubende Herausforderungen bewältigt werden, um die richtigen Antworten auf die Frage nach dem Heiligen Gral zu erhalten. Je besser die Teams kämpften und rätselten, je größer ihr Durchhaltevermögen und ihre Teamarbeit war, desto mehr Antworten konnten sie auf ihre Fragen erhalten. Der begehrte WanderpokaI ging an das Team, das am dritten Tag das Geheimnis um den Heiligen Gral lüften konnte.

Gestartet wurde in zwei Altersklassen. Bei den 10- bis 13-Jährigen, die in der Gruppe "Monas" antraten, sicherten sich . "Die fünf Fragezeichen" aus der Haldenrainschule Stuttgart den ersten Platz, bei den 13 bis 15-Jährigen in der Gruppe "Lisas" gewannen die "Coderunner" von der Rohräckerschule Esslingen.

Den Kindern und Jugendlichen sollten über Stuttgart 48 nicht nur spannende Erlebnisse im Team geboten werden, bei denen sie gelegentlich auch an ihre Grenzen geführt wurden, sondern ihnen sollten gleichzeitig auch die vielen Freizeitmöglichkeiten in der Landeshauptstadt aufgezeigt werden. Neben vielen ehrenamtlichen Helfer/ innen engagierte sich auch die Daimler AG mit 25 Freiwilligen. Das Team der Daimler AG verantwortete unter anderem die Verpflegung der Teilnehmer. Veranstaltet wird "Stuttgart 48" von move&do (Träger Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft) sowie der Evangelischen Jugend Stuttgart, dem Kinder- und Jugendhaus Cafe Ratz und der Wichernschule Fellbach.

In 48 Stunden die Welt retten
Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung 12.05.2017

Stuttgart: Erlebnispädagogisches Abenteuer mit 20 Mannschaften

(red) - Zum fünften Mal wurde der erlebnispädagogische Cup "Stuttgart 48 - ein erlebnispädagogisches Abenteuer" in Stuttgart ausgespielt. Unter dem Motto "Da Vinci Code - Das erste Geheimnis" hatten 20 Teams 48 Stunden Zeit, die Welt zu retten.

Die 80 Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren traten in Viererteams gegeneinander an. Während der 48 Stunden mussten zahlreiche Aufgaben im Stadtgebiet gelöst, waghalsige Abenteuer bestritten und atemberaubende Herausforderungen bewältigt werden, um die richtigen Antworten auf die Frage nach dem Heiligen Gral zu erhalten. Je besser die Teams kämpften und rätselten, je größer ihr Durchhaltevermögen und ihre Teamarbeit war, desto mehr Antworten konnten sie auf ihre Fragen erhalten. Der begehrte WanderpokaI ging an das Team, das am dritten Tag das Geheimnis um den Heiligen Gral lüften konnte.

Gestartet wurde in zwei Altersklassen. Bei den 10- bis 13-Jährigen, die in der Gruppe "Monas" antraten, sicherten sich . "Die fünf Fragezeichen" aus der Haldenrainschule Stuttgart den ersten Platz, bei den 13 bis 15-Jährigen in der Gruppe "Lisas" gewannen die "Coderunner" von der Rohräckerschule Esslingen.

Den Kindern und Jugendlichen sollten über Stuttgart 48 nicht nur spannende Erlebnisse im Team geboten werden, bei denen sie gelegentlich auch an ihre Grenzen geführt wurden, sondern ihnen sollten gleichzeitig auch die vielen Freizeitmöglichkeiten in der Landeshauptstadt aufgezeigt werden. Neben vielen ehrenamtlichen Helfer/ innen engagierte sich auch die Daimler AG mit 25 Freiwilligen. Das Team der Daimler AG verantwortete unter anderem die Verpflegung der Teilnehmer. Veranstaltet wird "Stuttgart 48" von move&do (Träger Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft) sowie der Evangelischen Jugend Stuttgart, dem Kinder- und Jugendhaus Cafe Ratz und der Wichernschule Fellbach.

2016

10 Jahre move&do
Stuttgarter Wochenblatt 28-9-2016

Die Anreise zur Feier erfolgte mit einem selbst gebauten Floß. Bürgermeister Dr. Martin Schairer setzte gemeinsam mit weiteren Gästen zum Bootshaus über.

In seinem Grußwort betonte Dr. Schairer die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Angebote von move&do für die Stuttgarter Kinder und Jugendlichen. "Er sei sich sicher, dass diese Angebote im Sinne der Zielsetzung auch wirken", so Dr. Schairer.

Für die Träger von move&do sprachen der Geschäftsführer der Laureus Stiftung, Paul Schif, Geschäftsführer Sieghardt Kelle für die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und für den Sportkreis Vizepräsident Werner Schüle sowie Geschäftsführer Dominik Hermet.

Die Partnerschaft an der Schnittstelle Jugendhilfe und Sport war und ist ein wesentlicher Faktor für .die erfolgreiche Entwicklung des Programms in den vergangenen Jahren. Zehn Jahre move&do steht für zehn Jahre Erlebnispädagogik und Teamtrainings für Kinder und Jugendliche in Stuttgart. Ziel: positive Entwicklung des Sozialverhaltens und die Persönlichkeitsbildung.

Die Angebote richten sich an Schulen und soziale Einrichtungen in Stuttgart, die zur Beantwortung gesellschaftlicher Probleme im Verhalten von Kindern und Jugendlichen alternative Wege gehen (wollen).

Cannstatter Zeitung 24-9-2016

Zehn Jahre move&do Teamtraining für Kinder und Jugendliche feiert Geburtstag

Bad Cannstatt - Zehn Jahre move& do steht für zehn Jahre Erlebnispädagogik und Teamtrainings für Kinder und Jugendliche in Stuttgart_ 2006 beschlossen die Träger Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendbaus Gesellschaft gemeinsam, eine mobile Einrichtung zu schaffen, um Erlebnispädagogik in Stuttgarter Schulen und sozialen Einrichtungen als alltägliches, ergänzendes und kontinuierlich stattfindendes Angebot zu installieren.

Der Sport und die Jugendarbeit stellen hier unterstützende Angebote zur Entwicklung junger Menschen dar. Von Beginn an wird das Programm von der Laureus Sport for Good Foundation Germany, Austria gefördert.

Erlebnispädagogische Methoden und Elemente helfen Zielsetzungen im Klassenverband anzugehen und Probleme inner- und außerhalb der Gruppe aufzugreifen. Dabei wird Erlebnispädagogik nicht als einmalige Aktion verstanden, sondern als ein langfristiger Prozess mit mehreren Einheiten und Modulen, um Kontinuität und Nachhaltigkeit zu fördern. move&do steht für eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen. Mit den Angeboten wird eine positive Entwicklung des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsbildung unterstützen und gefördert und das Erlernen von Schlüsselqualifikationen ermöglichen.

move&do arbeitet lösungsorientiert und unterstützt Kinder und Jugendliche bei ihren Bildungszielen. Die Maßnahmen sind individuell geplant und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe abgestimmt. Die Angebote richten sich an Schulen und soziale Einrichtungen in Stuttgart, die zur Beantwortung gesellschaftlicher Probleme im Verhalten von Kindern und Jugendlichen alternative Wege gehen wollen.

Mit dem Projekt Selbstbewusstsein, einem Baustein von move& do, wurde vor drei Jahren ein neues Angebot geschaffen, dass die Schüler und Schülerinnen in der eigenen Persänlichkeitsentwicklung fördert und ihnen Lebenskompetenzen qualifiziert vermittelt. Mit Gruppenerlebnis, Praxistraining und Spaß soll jungen Menschen geholfen werden, Erfolg und Bestätigung zu erfahren und Rüstzeug für die weitere Laufbahn zu erwerben. Dieser Baustein schließt jährlich mit einer besonderen Herausforderung. In diesem Jahr überquerten die Gruppen in einer dreitägigen Tour das Nebelhorn im Allgäu.

Dominik Hermet

"move&do" bricht auf zur Hütten-Tour
Sport in BW 09-16

Drei Tage, 2324 Höhenmeter, 26,16 km von Hütte zu Hütte - 2016 startete move&do seine erste Hüttentour durchs Allgäu und dies gleich mit zwei Schulklassen hintereinander. Mit Schülern, die zuvor noch nie in den Bergen waren, die weder Wanderschuhe noch Wanderrucksack besaßen. Was sie in ihrem persönlichen Rucksack hatten, waren die Erfahrungen aus dem Projekt "Selbstbewusst", in dessen Rahmen die Schüler intensiv an dem Bewusstsein zu sich selbst arbeiten. Der Abschluss des Projektjahrs: Gemeinsam von Oberstdorf aus das Nebelhorn zu überqueren und anschließend in das Hintersteiner Tal abzusteigen.

Außer Wanderutensilien brauchten alle Durchhaltevermögen und den Willen, an ihre persönlichen Grenzen zu gehen. Die Smartphones blieben dabei im Bus. Denn die jugendlichen entfremden sich durch die intensive Smartphone-Nutzung immer mehr von der Natur, vielen ist bei ihrer Lebensplanung nicht klar, dass das Erreichen von Zielen auch mit Anstrengungen verbunden ist - und oft belohnt wird. So war denn auch eine der häufigsten Aussagen bei der Bergtour: "Was sind das für geile Bilder hier." Damit war nicht das Fotoalbum auf dem Smartphone gemeint.

Die Teilnehmer spürten endlich einmal wieder sich selbst, die Natur und den einen oder anderen Mitschüler, der bei der Anstrengung Hilfe brauchte. Das erfolgte ohne Verzögerung und Murren. Es wurde motiviert, gegenseitig Rucksäcke getragen, Müsliriegel geteilt und zum Schluss abgeklatscht. Denn wie es sich für ein gutes Team gehört, stand nicht nur das persönliche Ziel im Vordergrund, sondern auch die gemeinsame Vorgabe, niemanden zurückzulassen. Die zweite Schulklasse machte noch eine weitere Erfahrung. Denn in der zweiten Wochen hälfte gab es einen starken Temperaturabfall. Dies bedeutete Schnee auf dem Nebelhorn und die Erfahrung, dass die Natur der Taktgeber ist und man Situationen zu akzeptieren hat, so wie sie sind. In diesem Fall bedeutete das: Zähne zusammenbeißen und neben der körperlichen Anstrengung auch noch die Nässe und Kälte auszuhalten.

Selbst die Betreuer waren vom Verlauf der beiden Touren überrascht, denn so viel Einsatz, Leidenschaft und Freude über die Natur hatten sie im Vorfeld nicht erwartet. Für sie ist eines klar: Auf geht's zu einer Wiederholung im nächsten Jahr -natürlich wieder ohne Smartphone.

Laura Hübsch / Marcus Weber

2015

Mannheimer Morgen | 22.10.2015

Sport: Laureus- und Dietmar Hopp Stiftung geben Startschuss für das erlebnispädagogische Projekt „move&do“ in Mannheim

Durch die Schlaufe zum Gruppengefühl

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Busch

In der rechten Hand hält jeder Schüler ein Stück des Seils. Ohne loszulassen, müssen sie mehrere Knoten aus dem Seil bekommen. Gar keine so einfache Aufgabe für die Klasse 5b und Mountainbiker Manuel Fumic.

20 Schüler, ein Profisportler, ein Seil, eine gemeinsame Aufgabe: Jeder hält ein Stück des Seils in seiner rechten Hand, ein paar Knoten befinden sich in dem langen Tau. Und ohne die rechte Hand vom Seil zu lassen, muss die Gruppe dafür sorgen, dass die Knoten verschwinden. Kurzes Nachdenken, dann wird es schnell laut in der kleinen Turnhalle. Es wird diskutiert, probiert, gezogen.

Was die Klasse 5b der Tulla-Realschule beschäftigt, ist der Startschuss zum Projekt "move&do", das die Laureus-Stiftung mit Unterstützung der Dietmar Hopp Stiftung und der Stadtverwaltung in Mannheim verankern will. Schulklassen sollen über das Projekt an verschiedenen Angeboten teilnehmen - vom Gruppenspiel in der Turnhalle bis zum Ausflug in den Hochseilgarten. Das alles hat in erster Linie ein Ziel: das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen zu stärken.

mannhm
© Prosswitz

Mountainbiker als Schirmherr

Die Stiftung "Laureus Sport for Good" fördert weltweit 150 soziale Sportprojekte, aktuell sind zwölf davon in Deutschland und Österreich.

Laut Stiftungsgeschäftsführer Paul Schif fließen in Mannheim 300 000  Euro in das Projekt "move&do". Unterstützt wird es auch von der Dietmar Hopp Stiftung.

Angelegt ist es auf drei Jahre - mit der Option zur Verlängerung. In Stuttgart zum Beispiel gibt es "move&do" schon seit neun Jahren.

Über "move&do" können teilnehmende Schulen auf erlebnispädagogische Angebote zurückgreifen - zum Beispiel auch in Form von Ausflügen. Das genaue Programm wird auf jede Klasse zugeschnitten.

Module der sportpraktischen Arbeit sind unter anderem Klettern, Floßbau, kooperative Spiele, Hoch- und Niedrigseilgärten, Höhlenerkundungen oder Bogenschießen. fab

Zum Thema

Zum Auftakt begrüßt Schulleiterin Eva Philipp nicht nur Vertreter der beiden Stiftungen in der Tulla-Realschule, sondern auch einen prominenten Gast: Manuel Fumic, Radsportler in der Disziplin "Mountainbike Cross Country", war in der U23-Klasse Europa- und Weltmeister und Siebter bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Zudem ist er Schirmherr für das Laureus-Projekt "move&do". "Mich selbst haben viele Leute gefördert, als ich jung war", erzählt der 33-Jährige. "Und bei dem Projekt ist es toll, zu sehen, wie dankbar die Kinder es annehmen."

Seit neun Jahren gibt es "move&do" in Stuttgart, von den dortigen Erfahrungen sollen auch die Mannheimer profitieren. Die zwei Mitarbeiter Lena Hoffmann und Philipp Lemhöfer kommen in Schulen und bieten erlebnispädagogische Projekte an, die gezielt auf die jeweilige Klasse zugeschnitten sind. In der Regel gibt es vier bis sieben Termine pro Klasse, in Zusammenarbeit mit den Lehrern werden passende Module ausgewählt. Geht es darum, in einer neu zusammengewürfelten Klasse ein Gruppengefühl zu entwickeln? Oder gibt es Konflikte, die mit erlebnispädagogischen Elementen vielleicht zu lösen sind?

"Wir freuen uns, dass wir unsere Schüler so fördern können", sagt Schulleiterin Eva Philipp. Denn auch wenn die Tullaschule in der Oststadt liegt, gibt es dort viele Kinder mit schwierigem sozialen Hintergrund. Genau diese Kinder wolle man mit dem Projekt erreichen, erklärt Paul Schif, Geschäftsführer der Laureus-Stiftung in Deutschland. In der Region unterstützt auch die Dietmar Hopp Stiftung das Vorhaben. Es sei eine gute Ergänzung zum Programm, weil man so auch Vereine und Schulen vernetzen könne, so Stiftungsleiterin Katrin Tönshoff.

Bisher sind die Tulla-Realschule und die Justus-von-Liebig-Schule Partner des Projekts. Aber auch weitere Bildungsstätten könnten noch von dem Angebot profitieren, erklärt Uwe Kaliske, Leiter des Fachbereichs Sport und Freizeit im Rathaus. Ihm gefällt besonders, dass die Stiftung kein fertiges Programm aufstülpt - sondern den Schulen Mitsprache lässt, wenn es darum geht, für die jeweilige Klasse das richtige Angebot zu finden.

In der Klasse 5b zum Beispiel soll ein echtes Gruppengefühl entstehen: Die Kinder kennen sich erst seit einigen Wochen, müssen sich an eine neue Schule gewöhnen und ihre Rolle in der Klasse finden. Da wird die Aufgabe mit dem Seil zur Gemeinschaftsaufgabe. Nach einiger Zeit haben die Schüler den Dreh raus - im wahrsten Sinne des Wortes. Nach und nach werden die Knoten gelockert, die Schlaufen größer, jeder muss hindurch. Philipp Lemhöfer beobachtet, wie das Ganze abläuft und gibt der Gruppe danach eine Rückmeldung: Manche haben zuerst nachgedacht, die anderen sofort gehandelt. An einem Ende des Seils habe man erst miteinander kommuniziert und dann versucht, den Knoten rauszukriegen. Das habe etwas gedauert. "Die anderen hatten sofort eine gute Idee, aber da hat es dann etwas im Chaos geendet." Wie auch immer: Die meisten Knoten sind raus. Und das ist ja die Hauptsache. Deshalb müssen sich alle im Kreis aufstellen und ihrem Vordermann auf die Schulter klopfen: Gut gemacht und weiter so!

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 22.10.2015

Laureus Sport for Good Projekt

Fumic besuchte Move&Do

Manuel Fumic, Laureus Botschafter und erfolgreicher Cross-Country-Mountainbiker, besuchte heute das Laureus Sport for Good Projekt move&do in der Tulla-Realschule in Mannheim.

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Fumic ist ein erfolgreicher Mountainbiker | © GES/Laureus

Das erlebnispädagogische Programm move&do ist eins von zwölf Projekten der Laureus Sport for Good Foundation Germany, Austria und hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deren Sozialkompetenz zu fördern.

Module der sportpraktischen Arbeit sind unter anderem Klettern, Kooperative Spiele, Hoch- und Niedrigseilgärten oder Bogenschießen. Die Angebote richten sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 21 Jahren. Angefragt werden kann move&do von Schulen, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und Sportvereinen. Die Anzahl der Termine mit einer Gruppe variieren abhängig von den Bedürfnissen in den Klassen. Im Sinne einer nachhaltig wirkenden Arbeit werden in der Regel sieben Termine mit verschiedenen Modulen angesetzt.

"Eine echte Herausforderung"

Laureus Botschafter und Projekt-Schirmherr Manuel Fumic besuchte heute die 5. Klasse der Tulla-Realschule in Mannheim und absolvierte gemeinsam mit den rund 30 Schülern und Schülerinnen in der Turnhalle Problemlösungsaufgaben. "Ich finde es großartig, dass move&do den Sport nutzt, um den Jugendlichen Werte wie Teamgeist, Selbstbewusstsein und Respekt beizubringen. Der Sport hat so viele Parallelen zum ‚echten' Leben. Man muss sich Ziele setzen, Rückschläge entgegennehmen und wieder aufstehen. Bei move&do lernen die Jugendliche, dass sie manches nur als Team erreichen können, sie müssen Rücksicht nehmen, jeden Einzelnen involvieren und gemeinsam an einem Strang ziehen. Für viele von ihnen waren die Aufgaben heute eine echte Herausforderung."

move&do wurde mit Beginn des neuen Schuljahres in Mannheim und in der Region gestartet. Im Rahmen des Programms, das beim Fachbereich Sport und Freizeit der Stadt angesiedelt ist, werden an den Schulen erlebnispädagogische Maßnahmen initiiert, die Teambildung sowie das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Schüler fördern.

Verbindung von Sport und sozialer Förderung

Die Ausweitung von move&do und weiteren Laureus Projekten in die Metropolregion Rhein-Neckar ist vor allem dank der großzügigen Spende der Dietmar Hopp Stiftung in Höhe von insgesamt drei Millionen Euro möglich. Im Rahmen der Förderung gab Laureus Botschafter Jens Lehmann Januar 2014 den Startschuss für das Laureus Projekt Kicking Girls in Ludwigshafen, im Dezember 2014 starteten die Laureus Botschafter Fredi Bobic und Birgit Prinz das Laureus Projekt KICKFORMORE in Speyer.

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung zu ermöglichen. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. "Die Verbindung von Sport- und sozialer Förderung liegt auch Dietmar Hopp und seiner Stiftung am Herzen. Darum passt das Engagement von Laureus und move&do zu uns. Wir freuen uns, dass move&do bestehende Angebote in der Region komplettiert", so Katrin Tönshoff, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

Bestehende Projekte sollen ausgeweitet werden

Die Laureus Sport for Good Foundation Germany, Austria nutzt die Kraft des Sports als Mittel für sozialen Wandel und konzentriert sich in ihrer Förderungsstrategie auf die Schwerpunkte Inklusion, Integration und Bewegungsmangel.

Die derzeit zwölf Laureus Sport for Good Projekte werden von der Laureus Sport for Good Foundation Germany, Austria in jeweils dreijährigen Förderzyklen finanziell, mit Knowhow und einem globalen Netzwerk unterstützt. Ziel ist es, die bestehenden Projekte auszuweiten, um künftig noch mehr sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu erreichen, sie in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben.

SPORT in BW 07/2015

Präventionspreis für zwei Programme

Bei der Verleihung des Präventionspreises "Stuttgarter Partner für Sicherheit" wurden mit dem GemeinschaftsErlebnis Sport (Träger Landeshauptstadt Stuttgart und Sportkreis Stuttgart) sowie "move&do" (Träger Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und Sportkreis Stuttgart) gleich zwei Programme im Sport ausgezeichnet. Oberbürgermeister Fritz Kuhn verlieh die Preise im Stuttgarter Rathaus.

Den ersten Preis erhielt das GemeinschaftsErlebnis Sport (GES) für sein Selbstbehauptungsangebot "Wehr dich mit Köpfchen". Dieses Projekt in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Stuttgart und der Polizei wurde speziell für die Klassenstufen drei und vier der Stuttgarter Grundschulen und Sonderschulen konzipiert. Im Vordergrund stehen die Förderung der Selbstbehauptung und der Zivilcourage. Durch verschiedene Spielformen und Übungen werden soziale Kompetenz und Selbstsicherheit vermittelt.

Im Schuljahr 2013/14 wurde "Wehr dich mit Köpfchen" an 26 Stuttgarter Grundschulen durchgeführt. Dabei erreichte das Programm mehr als 1400 Schüler. Für das laufende Schuljahr rechnen die Verantwortlichen mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmerzahlen. Den Preis nahmen die Projektverantwortlichen Netice Kolb und Gabriele Frenzel entgegen. Initiator des zweitplatzierten Projekts "SELBSTBEWUSST" ist das erlebnispädagogische Programm "move&do". Die Laureus Sport for Good Stiftung fördert move&do seit dem Start im Jahr 2006.

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Die Preisträger von move&do: Carola Bugert, Laura Hübsch und Marcus Weber, mit Sieghard Kelle (re.) und Dominik Hermet (Ii.).

"SELBSTBEWUSST" richtet sich im Besonderen an die Klassenstufen acht bis zehn und dient der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Förderung von Lebenskompetenzen. Ziel ist es, den jugendlichen die eigenen Stärken und Ressourcen bewusst zu machen und ihnen damit auch eine Grundlage für Ihre weitere Entwicklung und anstehende Entscheidungen zu geben. Die Jugendlichen sollen lernen, anhand von gutem Selbstmanagement ihre eigenen Ziele zu entwickeln, um sie anschließend in ihre Lebensplanung einfließen zu lassen. Den Preis nahmen die Projektverantwortlichen Carola Bugert, Laura Hübsch und Marcus Weber entgegen. "Das ist eine tolle Auszeichnung für die jahrelange Arbeit der Programme an der Schnittstelle Sport und Soziales" sagte der Präsident des Sportkreises, Fred-Jürgen Stradinger.

Dominik Hermet

SPORT in BW 06/2015

Projekt move&do auch in Mannheim

Das erlebnispädagogische Laureus Projekt move&do ist von Stuttgart auf die Metropolregion Rhein-Neckar ausgeweitet worden, es startete im April im Kletterzentrum EXTREM in Mannheim. Im Rahmen des Programms werden an den Mannheimer Schulen erlebnispädagogische Maßnahmen initiiert, die Teambildung sowie das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Schüler fördern.

Bei der Auftaktveranstaltung betonte Sportbürgermeister Lothar Quast: "Für unsere Stadt ist es eine große Freude und auch Chance, move&do in Mannheim zu etablieren. Sport außerhalb der Schule hat hier bereits einen hohen Stellenwert, durch move&do kann mit speziellen Methoden der Sport mit der Schule verknüpft werden." Die jahrelange Erfahrung in der praktischen Arbeit in Stuttgart wird dazu beitragen, das Projekt in der Metropolregion Rhein-Neckar erfolgreich zu etablieren. Der Sportkreis Stuttgart hat die Kontakte nach Mannheim hergestellt und die Stadt beraten. move&do Stuttgart wird das Projekt move&do Mannheim auch nach dem Auftakt begleiten, eine enge Zusammenarbeit und ein ständiger Austausch sind vorgesehen

. Die Ausweitung von move&do und weiteren Laureus Projekten in die Metropolregion Rhein-Neckar ist vor allem dank der großzügigen Spende von insgesamt drei Millionen Euro durch die Dietmar Hopp Stiftung möglich. Im Januar 2014 gab Laureus-Botschafter Jens Lehmann den Startschuss für das Laureus Projekt Kicking Girls in Ludwigshafen, im Dezember 2014 starteten die Laureus-Botschafter Fredi Bobic und Birgit Prinz das Laureus Projekt KICKFORMORE in Speyer.

"move&do unterstützt Schulen wirksam bei der Durchführung von sportlich-spielerischen Bewegungsprogrammen, die die Sozialkompetenz der Schüler und den Zusammenhalt in der Klasse fördern. Wir freuen uns, dass der Verein sein Programm jetzt auch regionalen Schulen anbietet", so Katrin Tönshoff, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

Auch Paul Schif, Geschäftsführer der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich, freut sich über den Start des Projekts in Mannheim: "Unser Bestreben ist es, die Laureus Sportprojekte stetig auszuweiten, um künftig noch mehr sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche langfristig unterstützen zu können. Ich danke der Dietmar Hopp Stiftung dafür, dass wir das erfolgreiche Laureus Projekt move&do nun auch in der Metropolregion Rhein-Neckar etablieren können, um auch hier sozialen Wandel durch Sport zu erreichen."

Das erlebnispädagogische Programm move&do ist eins von derzeit 13 Projekten der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich. Es hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deren Sozialkompetenz zu fördern

Dominik Hermet

Freitag, 17.04.2015 (Focus online)

"Sport und Schule verknüpfen"

Laureus Projekt move&do startet in Mannheim

Das Programm move&do ist eins von derzeit 13 Projekten

Das erlebnispädagogische Laureus Projekt move&do wird vom Kreis Stuttgart auf die Metropolregion Rhein-Neckar ausgeweitet. Es ist eins von derzeit 13 Projekten der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich. Ziel ist es, junge Menschen zu fördern.

  • Erlebnispädagogisches Konzept wird auf die Metropolregion Rhein-Neckar ausgeweitet
  • Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt move&do
  • Die Projekte werden stetig ausgeweitet

Das erlebnispädagogische Programm move&do ist eins von derzeit 13 Projekten der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich und hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deren Sozialkompetenz zu fördern.

Seit neun Jahren ist move&do in Stuttgart an der Schnittstelle von Sport und Jugendhilfe aktiv. Der Sportkreis Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft sind die Träger des Programms in Stuttgart, Laureus ist seit dem Start im Jahr 2006 Förderer.

Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen fördern

Module der sportpraktischen Arbeit sind unter anderem Klettern, Floßbau, Kooperative Spiele, Hoch- und Niedrigseilgärten, Höhlenbefahrungen oder Bogenschießen.
Die Angebote richten sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche im Alter von sieben bis 21 Jahren. Angefragt werden kann move&do von Schulen, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und Sportvereinen.
Die Anzahl der Termine mit einer Gruppe variieren abhängig von den Bedürfnissen in den Klassen. Im Sinne einer nachhaltig wirkenden Arbeit werden in der Regel sieben Termine mit verschiedenen Modulen angesetzt.

move&do wird nun in Mannheim und in der Region gestartet. Im Rahmen des Programms werden an den Mannheimer Schulen erlebnispädagogische Maßnahmen initiiert, die Teambildung sowie das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Schüler fördern.

"Sport und Schule sollen verknüpft werden"

Sportbürgermeister Lothar Quast, in dessen Fachbereich Sport und Freizeit das Projekt angesiedelt ist, betonte: „Für die Stadt Mannheim ist es eine große Freude und auch Chance, move&do in Mannheim zu etablieren. Sport außerhalb der Schule hat hier bereits einen hohen Stellenwert, durch move&do kann mit speziellen Methoden der Sport mit der Schule verknüpft werden“. Die jahrelange Erfahrung in der praktischen Arbeit in Stuttgart wird dazu beitragen, das Projekt in der Metropolregion Rhein-Neckar erfolgreich zu etablieren.

Der Sportkreis Stuttgart hat die Kontakte nach Mannheim hergestellt und die Stadt beraten. move&do Stuttgart wird das Projekt move&do Mannheim auch nach dem Auftakt begleiten, eine enge Zusammenarbeit und ein ständiger Austausch sind vorgesehen.

Fredi Bobic und Birgit Prinz starten Projekt

Die Ausweitung von move&do und weiteren Laureus Projekten in die Metropolregion Rhein-Neckar ist vor allem dank der großzügigen Spende von insgesamt drei Millionen Euro durch die Dietmar Hopp Stiftung möglich.
Im Januar 2014 gab Laureus Botschafter Jens Lehmann den Startschuss für das Laureus Projekt Kicking Girls in Ludwigshafen, im Dezember 2014 starteten die Laureus Botschafter Fredi Bobic und Birgit Prinz das Laureus Projekt KICKFORMORE in Speyer.
Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte in den Bereichen Jugendsport, Medizin, Soziales und Bildung zu ermöglichen. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt.
„Move&do unterstützt Schulen wirksam bei der Durchführung von sportlich-spielerischen Bewegungsprogrammen, die die Sozialkompetenz der Schüler und den Zusammenhalt in der Klasse fördern. Wir freuen uns, dass der Verein sein Programm jetzt auch regionalen Schulen anbietet“, so Katrin Tönshoff, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung.

"Bestreben, Projekte stetig auszuweiten"

Auch Paul Schif, Geschäftsführer der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich, freut sich über den Start des Projekts in Mannheim: „Unser Bestreben ist es, die Laureus Sportprojekte stetig auszuweiten, um künftig noch mehr sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche langfristig unterstützen zu können. Ich danke der Dietmar Hopp Stiftung dafür, dass wir das erfolgreiche Laureus Projekt move&do nun auch in der Metropolregion Rhein-Neckar etablieren können, um auch hier sozialen Wandel durch Sport zu erreichen.“

2014

Sport in BW 12/2014

Erlebnispädagogik: Aktion Kompass 2.0

Bereits zum fünften Mal fand vom 21. bis 22. Oktober die "Aktion Kompass 2.0" mit 13 Stuttgarter Schulklassen statt. 250 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen fünf und sechs aller Schulformen hatten jeweils einen Vormittag Zeit, ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Grundlage der Aktion war ein Orientierungslauf quer durch die Stuttgarter Innenstadt. Die Aufgaben an den jeweiligen Stationen waren so konzipiert, dass sie nur im Team bewältigt werden können.

Zudem fanden zwei große Teamaktionen statt. Eine Kompassaktion in Verbindung mit einem Murmelbahnbau und ein Wettrennen mit dem "laufenden A". Hier müssen alle an einem Strang ziehen, um erfolgreich zu sein.

Die Schüler und Schülerinnen sollten über die "Aktion Kompass 2.0" zum einen in ihrer Selbstständigkeit gefördert und in ihrer Problemlöse- und Kommunikationsfähigkeit gestärkt werden, um ihre Gruppenzusammengehörigkeit zu verbessern. Zu anderen sollten die unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten in der Stadt und kulturelle und historische Besonderheiten aufgezeigt werden.

Zu gewinnen gab es eine Teamaktion im Niedrig-und Hochseilgarten (Erlebnisparcours Zuffenhausen), am Bootshaus (Kinder-und Jugendhaus Neugereut), am Bikepark-Pumptrack Jugendhaus Weilimdorf).

Veranstaltet wurde die "Aktion Kompass 2.0" von move&do, dem Kinder-und Jugendhaus Zuffenhausen. dem Jugendhaus West, dem Spielhaus und dem ErlebnisParcours Zuffenhausen. Träger des erlebnispädagogischen Programms move&do sind der Sportkreis Stuttgart gemeinsam mit der Laureus Stiftung Deutschland und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft.

Laura Hübsch

STZ 23.10.2014

Immer der Magnetnadel nach

Aktionstag 250 Schüler nehmen an einem spielerischen Lauf durch die Stuttgarter Innenstadt teil. Der Wettstreit will den Orientierungssinn und den Teamgeist der Kinder fördern.

Von Violetta Hagen

Auch heute bietet sich manchem Stuttgarter beim Einkaufsbummel wieder ein ungewöhnlicher Anblick: Wie schon am Dienstag irren versprengte Schülergruppen mit Kompassen durch die Innenstadt, beugen sich über Stadtpläne und stellen Passanten mysteriöse Fragen wie: Wie hoch ist etwa der Turm des Rathauses?

Zwölf Stuttgarter Schulen beteiligen sich an der Aktion Kompass 2.0, die zum fünften Mal von move&do organisiert wurde, dem erlebnispädagogischen Programm des Sportkreis Stuttgart und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. 250 Schüler der Klassen fünf und sechs nehmen an dem spielerischen Wettbewerb teil. Dabei gilt es, im Orientierungslauf durch die Innenstadt möglichst viele Punkte zu sammeln. An der Aktion beteiligen sic4 Gymnasien sowie Real-und Förderschulen.

Ziel ist es, die Orientierungsfähigkeit und den Teamgeist der Schüler zu fördern. Dabei müssen die Kinder einige kniffelige Aufgaben lösen: So müssen sie etwa die Höhe des Stuttgarter Rathausturmes schätzen oder ein bestimmtes Kinderbuch in der Stadtbibliothek anhand seiner Signatur finden. Dabei weist oft der Kompass, den jede Gruppe bei sich trägt, den Weg zu wichtigen Hinweisen.

Der Sport-und Erlebnispädagoge Sebastian Meindl von der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft erklärt, worum es den Organisatoren geht: ,,Alle Aufgaben sind so konzipiert, dass sie keiner alleine lösen kann. Die Kinder müssen sich als Gruppe koordinieren." Außerdem lernten die Kinder, Fremde um Hilfe zu bitten, wenn sie nicht weiterkommen.

Die Lehrerin Sarah Edel von der Eichendorffschule in Bad Cannstatt ist von der Aktion begeistert: "Unsere Schüler kennen sich in der Stuttgarter Innenstadt meist überhaupt nicht aus. Es ist toll, dass sie so spielerisch lernen, sich dort zurechtzufinden." Die Pädagogin überlegt sogar, einen ähnlichen Kompasslauf in Bad Cannstatt zu organisieren. "Auch in ihrem eigenen Stadtbezirk können sich viele nicht gut orientieren", sagt Eder.

Der Sieger der Kompass-Aktion kann zwischen einem Tag im Hoch-und Niedrigseilgarten in Zuffenhausen, im Bikepark Weilimdorf oder im Bootshaus am Max-Eyth-See wählen. Wer all die Kinderköpfe eifrig über den Kompass gebeugt sieht, merkt aber schnell, dass selbst die Verlierer an diesem Tag voll auf ihre Kosten gekommen sind.

SPORT in BW 07/2014

Erlebnispädagogik: 2. Cup "Stuttgart 48"

Zum zweiten Mal wurde vom 9. bis 11. Mai der erlebnispädagogische Cup "Stuttgart 48" in Stuttgart ausgespielt. Unter dem Motto "Die Jagd nach dem Zaubertrank" hatten 17 Teams 48 Stunden Zeit, um als tapferster "Stamm" Stuttgarts erkoren zu werden.

Gestartet wurde in zwei Altersklassen. Bei den 10- bis 13-jährigen sicherten sich die" Wanderfalken" (TV Cannstatt) den ersten Platz, bei den 13- bis 15-jährigen die "Gallier vom Zollbergium" (Rohrackerschule Esslingen). Stolz nahmen die beiden Mannschaften die Wanderpokale am Sonntagnachmittag entgegen.

Die 60 Kinder und jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren traten in Viererteams, die jeweils von einem erwachsenen "Schutzengel" betreut wurden, gegeneinander an. Während der 48 Stunden mussten zahlreiche Aufgaben im Stadtgebiet gelöst werden. Die Aufgaben waren so konzipiert, dass sie nur im Team bewältigt werden konnten. Zum Beispiel mussten Aufgaben im Spiel haus im Unteren Schloßgarten, im cityrock oder im Kinder- und Jugendhaus Degerloch gelöst werden. Zwei Aktionen, die bei den Teilnehmern besonders gut angekommen sind, waren das Abseilen an der Martinskirche und die Floßbauaktion am Max-Eyth-See inklusive "Fahnenklau" auf dem See.

Den Kindern und Jugendlichen sollten über "Stuttgart 48" nicht nur spannende Erlebnisse im Team geboten werden, bei denen sie gelegentlich auch an ihre Grenzen geführt wurden, sondern ihnen sollten gleichzeitig unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten in der Stadt aufgezeigt werden.

Veranstaltet wird "Stuttgart 48" von move&do (Träger Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft) sowie der Evangelischen Jugend Stuttgart, dem Kinder- und Jugendhaus Cafe Ratz und der Wichernschule Fellbach.

Laura Hübsch / Marcus Weber
Programm move&do

STZ 6. Juni 2014

Teamgeist statt Streit und Mobbing

Untertürkheim Ein Projekt soll Schülern Selbstbewusstsein vermitteln.
Von Caroline Leibfritz

bogen

Entschlossen greift der 17jährige Yasar zu Pfeil und Bogen, sein Blick verrät höchste Konzentration. Er spannt die Sehne seines Bogens, fixiert sein Ziel – und verfehlt knapp das PlastikWildschwein, das einige Meter vor ihm im Wald aufgebaut ist. Yasar reicht den Bogen an einen seiner Mitschüler weiter.

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Trainingscamp für Bogenschützen, erweist sich als ein ganz besonderes Schulprojekt. Denn das Bogenschießen bildet den Abschluss eines einjährigen Teamund Selbstbewusstseinstrainings, das erstmals an der Untertürkheimer Luginslandschule angeboten wurde.

Die Schüler der Klasse 9b lernten in insgesamt 41 Seminarstunden, wie ihr Verhalten auf andere wirkt, wie man im Team arbeitet, wie Konflikte vermieden werden können und wie man sich von seiner besten Seite präsentiert. All das lernten die Jugendlichen aber nicht nur in der Theorie, sondern auch mit Hilfe von Rollenspielen und sportlichen Aktivitäten. So durften die Schüler auf ihrem Abschlussausflug nach Esslingen schließlich zeigen, dass sie auch mit Pfeil und Bogen verantwortungsvoll umgehen können.

Initiiert wurde das Projekt „Selbstbewusst“ von der Stuttgarter Initiative move & do, die verschiedene erlebnispädadgogische Trainings zur Stärkung des Gruppenzusammenhalts und zur Förderung von sozialen Kompetenzen anbietet. Mit den Sportpädagogen von move & do hatte die Klassenlehrerin der 9b, Ulrike HolochKarpf, schon in den vergangenen Jahren zusammengearbeitet. Mit dem Projekt „Selbstbewusst“, so HolochKarpf, habe man ein spezielles Angebot für Achtund Neunklässler schaffen wollen.

Im Laufe dieses Schuljahrs, erklärt Marcus Weber von move & do, haben die Schüler die Grundlagen von Teamfähigkeit und Teambildung erlernt, miteinander diskutiert, Vorurteile abgebaut und ihre eigene Persönlichkeit analysiert. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts sei auch gewesen, andere zu unterstützen und friedlich miteinander zu kommunizieren. Außerdem wurde den Schülern gezeigt, wie sie sich beispielsweise im Vorstellungsgespräch richtig verhalten.

Nun, am Ende des Projekts, sind sich alle Akteure einig, dass sich die gemeinsame Arbeit gelohnt hat. „Früher war es fast unmöglich, Ruhe in die Klasse zu bekommen“, sagt die Klassenlehrerin. „Inzwischen sind die Schüler viel ruhiger und auch empathischer geworden und sie hinterlassen überall einen guten Eindruck.“

Auch die Schüler der 9b finden, dass sie durch das Projekt einiges dazu gelernt haben. „Früher haben wir uns alle gehasst, jetzt verstehen wir uns viel besser“, sagt die 15jährige Sara. Die 15jährige Christina ist ebenfalls der Meinung, dass der Zusammenhalt in der Klasse deutlich besser geworden ist. Außerdem gehe sie nun selbstbewusster durchs Leben. „Wenn ich mir jetzt was vornehme, dann weiß ich, ich schaffe das“, sagt sie voller Überzeugung. Der 17jährige Yasar erzählt, er habe dem Projekt zunächst skeptisch gegenüber gestanden. „Erst habe ich gedacht: Was wollen die denn von uns? Aber dann habe ich kapiert, dass hier was für uns getan wird.“ Vor allem in Sachen Teamarbeit, sagt Yasar, habe er viel dazu gelernt.

Nach dem erfolgreichen Start soll das Projekt auch in Zukunft an Stuttgarter Schulen angeboten werden. Da die Luginslandschule als Werkrealschule ein Auslaufmodell ist, wird es die Aktion dort zwar nicht mehr geben. Eventuell, sagt Marcus Weber, könne das Projekt aber im nächsten Schuljahr an der Wilhelmsschule in Wangen angeboten werden. Mit der Schulleitung sei man bereits im Gespräch.

SPOX.com 23.05.2014

Laureus-Projekt "move&do"

48 Stunden Spannung

Ein ganz besonderes Highlight stand bei unserem Laureus Projekt move&do auf dem Programm: zum zweiten Mal wurde der erlebnispädagogische Cup "Stuttgart 48" in Stuttgart ausgespielt. Unter dem Motto "Die Jagd nach dem Zaubertrank" hatten 17 Teams 48 Stunden Zeit, um als tapferster "Stamm" Stuttgarts erkoren zu werden.

05_2014

Hoch hinaus: Beim Cup Stuttgart 48 war Schwindelfreiheit gefragt Gestartet wurde in zwei Altersklassen. Bei den 10 bis 13 jährigen sicherten sich die "Wanderfalken" (TV Cannstatt) den ersten Platz, bei den 13 bis 15 jährigen die "Gallier vom Zollbergium" (Rohrackerschule Esslingen). Stolz nahmen die beiden Mannschaften die Wanderpokale am Sonntagnachmittag entgegen.
Die 60 Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren traten in Viererteams, die jeweils von einem erwachsenen Schutzengel betreut werden, gegeneinander an. Während der 48 Stunden mussten zahlreiche Aufgaben im Stadtgebiet gelöst werden. Die Aufgaben waren so konzipiert, dass sie nur im Team bewältigt werden konnten.

Abseilen und Floßfahrt

Zum Beispiel mussten Aufgaben im Spielhaus im Unteren Schloßgarten, im cityrock oder im Kinder- und Jugendhaus Degerloch gelöst werden. Zwei Aktionen, die bei den Teilnehmern besonders gut angekommen sind waren das Abseilen an der Martinskirche und die Floßbauaktion am Max-Eyth-See inklusive "Fahnenklau" auf dem See.
Den Kindern und Jugendlichen sollten über Stuttgart 48 nicht nur spannende Erlebnisse im Team geboten werden, bei denen sie gelegentlich auch an ihre Grenzen geführt wurden, sondern ihnen sollten gleichzeitig unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten in der Stadt aufgezeigt werden.

2013

SPORT in BW 12 | 2013

Stuttgarter Schüler bei „move&do“ in München

Ende September stand für die Sechstklässler der Schillerschule in Stuttgart-Bad Cannstatt ein etwas anderer Schulausflug auf dem Programm. Statt die Schulbank zu drücken, durften sie „move&do“, ein von der Laureus Stiftung Deutschland/Österreich gefördertes Hilfsprojekt, beim „Sport for Good“-Wochenende in München repräsentieren. Ziel des „Laureus Sport for Good“-Wochenendes, das aus dem „Laureus Kids Day“, der „Laureus Sport for Good Night“, dem „Laureus Sport for Good Golfturnier“ und der „Laureus Wies’n“ besteht, ist die Generierung von Spendengeldern, um auch weiterhin soziale Sportprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche langfristig unterstützen zu können.

12-13

Statt Mathematik, Geschichte und Deutsch konnten die 11- bis 13-jährigen Schülerinnen und Schüler ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen und zeigen, was sie im letzten Schuljahr bei „move&do“ gelernt haben. Tatkräftige Unterstützung bei den kooperativen Spielen erhielten sie dabei von den Laureus-Botschaftern Verena Bentele, Michael Teuber und Christa Kinshofer. Berührungsängste waren bei der Bewältigung der Aufgaben und im praktischen Tun schnell abgebaut.

Beim blinden Überqueren eines Hindernisparcours, beim Bergen eines Schatzes aus dem Säureteich oder beim Fortbewegen eines Holzgerüsts in Form eines großen A wurden die prominenten Sportler als Teammitglieder akzeptiert und in die Gruppe aufgenommen. Egal ob als Skirennläuferin wie Christa Kinshofer, als blinde Biathletin wie Verena Bentele oder als paralympischer Radrennfahrer wie Michael Teuber. Alle drei Laureus-Botschafter haben erlebt, dass Sport die Kraft hat, die Welt zu verändern. Und genau diese Erkenntnis geben sie an die Kinder und Jugendlichen weiter, indem sie ihnen zuhören, sie ernst nehmen, geduldig ihre Fragen beantworten und sie motivieren, sich Ziele zu setzen und an sich zu arbeiten. Und ganz nebenbei nutzen sie ihre Prominenz, um Spenden für Projekte wie „move&do“ zu generieren. Eine ganz besondere Ehre für „move&do“ war die Nachricht, dass Christa Kinshofer dessen Schirmherrschaft übernimmt. „move&do ist ein großartiges Laureus-Projekt. Hier geht es darum, den Kindern und Jugendlichen über den Sport und erlebnispädagogische Aufgaben Sozialkompetenzen wie Konfliktfähigkeit zu vermitteln. Ich freue mich sehr, dieses Projekt als Schirmherrin noch intensiver unterstützen zu können“, erklärt Christa Kinshofer.Nach einem ereignisreichen Tag, stand für die Kinder noch ein Essen im Olympiapark und eine Führung durchs Olympiastadion auf dem Programm, bevor sie vollgepackt mit neuen Erfahrungen und einem T-Shirt voller Unterschriften namhafter Laureus-Botschafter die Heimreise nach Stuttgart antraten.

Hintergrund:
move&do ist ein Programm der Laureus-Stiftung Deutschland/Österreich, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Menschen in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und deren Sozialkompetenz zu fördern. Durch die gemeinsame Trägerschaft von Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhausgesellschaft ist move&do an der Schnittstelle Sport und Jugendhilfe aktiv.Mit verschiedenen erlebnispädagogischen Methoden wie Interaktionsspielen, klettern, Kanu fahren oder Floßbau lernen die Kinder und Jugendlichen Team-, Konfliktlösungs- und Kommunikationsfähigkeit, gegenseitige Anerkennung, Toleranz, lernen ihre Grenzen kennen und erfahren Vertrauen in sich und andere.

Carola Bugert/Marcus Weber

Cannstatter/Untertürkheimer Zeitung 10.06.2013

In geheimer Mission

VON ANDREA EISENMANN

Bad Cannstatt: Bei „Stuttgart 48" begeben sich 15 Agenten-Teams auf die Suche nach dem gestohlenen Pokal

Freitag, 17 Uhr:
Alles geschieht in nicht einmal einer Minute. Zwei mit Sturmhaube maskierte Männer spazieren über die Wiese hinter dem Otto-Riethmüller-Haus, schnappen sich von einem Tisch zwei hölzerne Pokale in Form des Fernsehturms und sind ebenso schnell verschwunden, wie sie gekommen sind. Beobachtet werden die beiden Täter bei ihrem Raubzug zwar von mehreren Dutzend Augenpaaren, doch blitzschnell reagieren mag zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Gänzlich unvermittelt finden sich die Teilnehmer mittendrin im Spielgeschehen von „Stuttgart 48" und werden in den nächsten zwei Tagen nur ein Ziel kennen: die entwendeten Pokale wieder zu beschaffen - und zwar schneller als alle anderen Agententeams. Was sie dafür zu tun haben, erfahren die Teilnehmer jedoch erst nach und nach. Spannend sei dies, versichern Suzan (12), Sarah (12) und ihr zwei Jahre älterer Bruder Nikola, die zum Team der Schillerschule und des Jugendhauses Cann gehören. Ihre erste Hürde haben sie zu diesem Zeitpunkt bereits geschafft: Die Zelte, in denen sie bis Sonntag nächtigen, stehen auf­gebaut auf der Wiese.

15 Mannschaften haben sich zur Premiere von „Stuttgart 48" angemeldet. Organisiert wird der erlebnispädagogische Wettkampf vom Programm move&do (Träger: Sportkreis Stuttgart und die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft), der Evangelischen Jugend Stuttgart, dem Kinder­und Jugendhaus Cafe Ratz und der Marquardtschule Plochingen. Die Teams setzen sich aus einem Erwachsenen -„dem Schutzengel" - und vier Kindern oder vier Jugendlichen zusammen. 25 Helfer sorgen für einen reibungslosen Spielablauf. „Die Teilnehmer sollen gemeinsam etwas erleben, bei dem sie an ihre körperliche Grenzen gehen", sagt Mitorganisator Marcus Weber. Und was wäre dafür geeigneter als ein Wettstreit zwischen Agenten?

Samstag, 16.45 Uhr:
In die Rolle von James Bond zu schlüpfen, hat auch seine Schattenseiten. Seit dem frühen Morgen ist das Cann-Team 1 der Schillerschule mit Schulsozialarbei­terin Simone Strauß nun schon unterwegs. l5 Stationen im Stadtgebiet müssen bis zum Abend aufgesucht und Aufgaben gelöst werden. So hat sich die Mannschaft unter anderem bereits von der Martinskirche abgeseilt, auf BMX-Rädern ein Fahrtraining absolviert und beim Bogenschießen ins Schwarze getroffen. Ihre neunte Anlaufstelle ist mit „Agentenausbildung" überschrieben. Das Team muss fünf Gegenstände durch einen Niedrigseilgarten transportieren. 20 Minuten Zeit bleibt dafür. Kein Problem für die vier. Vor Ablauf der Frist landen Ball, Detektivhandbuch, Taschenlampe, Reifen und Flasche sicher im Ziel. Zum Lohn gibt es fünf Codes, die am Sonntag bei der Suche nach den Pokalen helfen sollen. An ihr Agentendasein haben sich alle im Team bereits ge­wöhnt. „Richtig cool", lautet ihr Fazit. „Wir werden im nächsten Jahr bestimmt wieder mitmachen."

Sieger wurden in der Altersklasse ab 13 Jahren das Team der Marquardtschule mit der Spezialeinheit,BOVTK", bei den unter 13-Jährigen das Cann­Team-2 von Schillerschule und Ju­gendhaus Cann.

SPORT in BW 02/2013

Meine Stärken, Deine Stärken – Wir als Team!

Ein erlebnispädagogisches Projekt nur für Mädchen Natur, Abenteuer, körperliche Anstrengung, Dreck, Kälte und dazu noch kein Handynetz. Mädchen und Erlebnispädagogik, das passt nicht zusammen – oder doch?

Die Lebenswelten von Mädchen haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Während das klassische Bild der Mädchen von heute selbstbewusst und aufgeklärt ist, birgt die Realität viele Widersprüche, Überforderungen und Gegensätze. Mädchen haben je nach Lebenslagenkontext verschiedene Rollenanforderungen zu bewältigen und werden mit den vielen Widersprüchlichkeiten oft allein gelassen.

02-2013

Mit dem von der Jugendstiftung Baden-Württemberg geförderten und von move&do durchgeführten Projekt „Meine Stärken, Deine Stärken – Wir als Team!“ sollte Mädchen ein Raum gegeben werden, in dem sie neue Erfahrungen sammeln, ihre Grenzen ausloten, sich inszenieren, sich mit anderen auseinandersetzen, Mädchen sein und Spaß haben konnten.

Über ein Jahr lief das Mädchenprojekt an der Steinbachschule. Wichtig war uns, so die Schulsozialarbeiterin Katrin Kohler, dass die Mädchen von Anfang an aktiv in die Planung mit einbezogen waren und ihre Wünsche einbringen konnten. Heraus kam eine Mischung aus ganz mädchentypischen Aktionen wie Schlittschuhlaufen, Wellnessnachmittag und Videonacht gepaart mit erlebnispädagogischen Aktionen. Von der Bewältigung der Höhenangst im Hochseilgarten bis hin zum Befahren des Max-Eyth-Sees auf einem selbstgebauten Floß mussten die Mädchen allerlei Abenteuer bestreiten. Neben handwerklichem Geschick beim Bau der Flöße waren vor allem Team- und Kommunikationsfähigkeit gefragt. Am meisten überrascht waren die Mädchen über sich selbst. „Dass wir so ein Floß ganz ohne die Hilfe von Jungs bauen können, das hätte ich nicht gedacht. Die Jungs drängen sich immer so in den Mittelpunkt, da traut man sich oft nicht was zu sagen, obwohl wir doch auch gute Ideen haben“, so die 12-jährige Aylin nach dem Ausflug an den Max-Eyth-See.

Highlight des fast einjährigen Projekts – so waren sich alle Beteiligten einig – war die gemeinsame Fahrt ins Allgäu: Schnee soweit das Auge reicht, -20° Grad, Berge und eine Unterkunft fernab jeglicher Zivilisation. Getreu dem Motto „the mountains speak for themselves“ konnte die Natur, egal ob beim Schneeschuhwandern, Schlittenfahren oder Iglubau mit all ihren Facetten auf die Mädchen einwirken. „Bemerkenswert fand ich den Zusammenhalt zwischen den Mädchen. Statt Zickereien und Einzelkämpferverhalten haben sich die Mädels gegenseitig geholfen, sich motiviert und Mut zugesprochen. Sie mussten sich niemandem beweisen und konnten endlich mal wieder sie selbst sein und über ihre Ängste und Bedürfnisse auch sprechen. Dadurch hatten wir innerhalb der Gruppe eine sehr wertschätzende Atmosphäre, in der sich alle wohl gefühlt haben“, so Kohler, die das Projekt von Anfang an begleitet hat.

Insgesamt wurden die Mädchen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und durften erleben, dass sie gemeinsam zu mehr in der Lage sind, als sie sich je zugetraut hätten. Diese Erfahrung spiegelt sich auch in dem eigens von den Mädels kreierten Schlachtruf wider: „Seid ihr bereit? TEAMARBEIT!“

2012

Artikel vom 30.07.2012 © Eßlinger Zeitung

Gemeinsam den Gipfel überquert

UNTERTÜRKHEIM: Jugendliche der Au- und Luginslandschule auf Klettertour in den Alpen

(mk) - Zum Schuljahresende erlebten kletterbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus Untertürkheim einen Höhepunkt. Je drei Kletterer der Luginsland- und Auschule wagten sich unter Führung von Achim Wernsdörfer vom Café Ratz und Carola Bugert vom Projekt Move&do auf den Hindelanger Klettersteig. Schulübergreifend bezwangen sie gemeinsam den Wengenkopf beim Nebelhorn, lernten aufeinander achtzugeben und füreinander da zu sein.

klettern
Kletterbegeisterte Jugendliche der Au- und der Luginslandschule wagten sich im Rahmen eines schulübergreifenden Projekts auf den Hindelanger Klettersteig.

Klettern gehört in der Auschule seit Jahren zum Unterrichtsangebot wie Singen, Turnen oder Rechnen, die Kletterwand in der Turnhalle wird ständig genutzt. Denn Klettern macht nicht nur Spaß, sondern fördert etliche Tugenden. „Die Schülerinnen und Schüler lernen Rücksicht aufeinander zu nehmen, sie sichern sich gegenseitig und müssen dabei ihre Zuverlässigkeit beweisen“, sagt Rektorin Tamara Grupp. Ältere, erfahrene Schüler, sogenannte Klettermentoren, passen in Übungsstunden auf die niederklassigen Schulkameraden auf, die ihre ersten Schritte und Griffe an der Übungswand machen.

Was läge da näher, als die in der Turnhalle geübten Kletterei in der Natur auszuprobieren?

Im Rahmen des erlebnispädagogischen Gemeinschaftsprojekts „move & do“ des Sportkreises und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft wurde der Wunsch Wirklichkeit.

„Und zwar als schulübergreifendes Projekt“, sagt Achim Vorfeld. „Nach diesen vier Terminen konnten sich die Jugendlichen für die Kletterausfahrt anmelden. Die absolute Schwindelfreiheit, eine gute Kondition sowie vorbildliches Verhalten bei den vorangegangenen Kletterterminen waren die Voraussetzung“ , sagt Bugert.

Drei Teilnehmer von jeder Schule durften mit. Mit einem Kleinbus ging‘s zuerst nach Oberstdorf. „Von dort fuhren wir mit einer Gondel durch den Nebel zu unserer Übernachtungsstation in der Albvereinshütte am Edmungs-Probst-Haus“, erzählen Stirm und Kühne. Die beiden Klettermentoren kümmerten sich auch um ihren jüngeren Schulkameraden Axel Heinermann.

Die Alpen zeigten sich von ihrer schlechtesten Seite. Es stürmte und gewitterte. Die Jungalpinisten hatten jedoch Glück am nächsten Morgen konnten sie mit der ersten Gondel auf das Nebelhorn. „Bei schönem Wetter wanderten und kletterten wir am Grat über den Wengenkopf“, erzählt Wernsdörfer.

Fixe Seile, Kletterpartien verlangten von den Untertürkheimern viel ab. „Die Grenzen wurden ausgelotet, aber die Gruppe hat auch gelernt aufeinander Rücksicht zu nehmen, nicht zu drängeln, Geduld zu haben und sich zu unterstützen“, sagt Wernsdörfer.

„Ein tolles Gemeinschaftserlebnis“, sagen Stirm und Kühne.

2011

SPORT in BW 11/2011

„move&do" richtet erstes Laureus-Camp aus

Vom 30. September bis zum 3.Oktober fand auf der Schwäbischen Alb das erste Laureus-Sport­Camp statt. an dem alle acht in Deutschland von der Laureus-Stiftung geförderten Projekte beteiligt waren. Unter dem Motto „Sport has the power to change the world" begaben sich 50 Kinder sowie deren Betreuer und Projektleiter auf eine sportliche Reise um die Welt, um die einzelnen Projekte kennenzulernen und verschiedene Sportarten auszuprobieren. Ob Fußball von den Kicking Girls und KICKFORMORE, Rangeln und Raufen als Vorstufe für das Boxen, vorgestellt von dem Berliner Projekt KICK im Boxring und Kids for future aus Köln, kooperative Olympische Spiele organisiert von move&do oder Hockey vom Berliner Projekt KICK on Ice: Für die Kinder und Jugendlichen war im Camp allerhand geboten.

Highlight war für viele die Fahrt zum Golfclub Donau-Riss, der seinen Platz für die Kinder und Jugendlichen der Laureus-Stiftung kostenlos bereitstellte. Dort vermittelten drei Golf-Pros gemeinsam mit den körperlich und geistig behinderten jugendlichen des Münchner Projekts „KidSwing" den anderen Kids die Golf-Basics. Mit Feuereifer übten die Kinder drei Stunden lang putten und abschlagen und nahmen den ein oder anderen Tipp vom Profi mit.

„Das ist so viel besser als Minigolfen"., freute sich die elfjährige Marie-Michelle von der Ameisenbergschute in Stuttgart und sammelte ihre Golfbälle wieder in den Eimer. Sie ist eines derjenigen Kinder, das sich um dieTeilnahme am Camp beworben hatte. Jedes Projekt durfte sechs Kinder mit zum Laureus-Sport-Camp bringen. Das war für das Stuttgarter Projekt „move&do", das jährlich mit 4000 Kindern und Jugendilchen aus der Landeshauptstadt erlebnispädagogisch arbeitet, eine schwere Entscheidung. Die Wahl viel auf die sechste Klasse der Ameisenbergschule im Stuttgarter Osten. Die Ameisenbergschule arbeitet schön seit dem Projektstart im Jahr 2006 mit move&do zusammen. Alle fünften Klassen durchlaufen ein Kletterangebot, das den Kindern den Einstieg und das Kennenlernen in der weiterführenden Schule erleichtert und gleichzeitig soziale Kompetenzen schult.

Um am Laureus-Camp teilzunehmen, konnten sich interessierte Kinder der Klasse 5 der Ameisenberguhule bewerben. „Von einer offiziellen Bewerbungsmappe, über einen selbstgedrehten Film bis hin zu einer Tanzchoreographie haben wir alles gesehen. Wir haben uns wie Dieter Bohlen bei das Supertalent gefühlt", erklären Carola Bugert, Diplom-Sportwissenschaftlerin, und Marcus Weber, Diplom-Sozialpädagoge bei ,move&do".

Am Wochenende wurde erneut deutlich, dass Sport alle Sprachen spricht und anfängliche Ängste und Hemmnisse schnell überwunden werden. Noch bevor alle Projektgruppen angereist waren, fand schon das erste Fußballspiel, initiiert von den Kindern und Jugendlichen, statt. Egal ob Schwaben oder Kölner, behindert oder nicht-behindert, alt oder jung, mit oder ohne Migrationshintergrund- alle durften mitspielen. Auch Thomas Jansen, Projektleiter von KICK im Boxring, konnte nur bestätigen, wie wertvoll das Camp für seine Berliner Jungs war: „Durch das Camp kommen die Kinder aus ihrem normalen Kontext raus. Für meine Jungs ist das sehr aufregend, die Kinder aus den anderen Projekten kennenzulernen. Hier haben sie die Chance, ihren Horizont zu erweitern, andere Kulturen und Menschen kennenzulernen."

SPORT in BW 9/2011

Auf dem Rheinfloß zum Team zusammenwachsen

Ein Schuljahr lang wurden Modelle gebaut, verschiedene Flöße konstruiert, Probefahrten auf dem Max-Eyth-See unternommen und der Floßtour auf dem Hochrhein vom Rheinfall flussabwärts entgegengefiebert.

Höhepunkt für die 10- bis 13-jährigen Schüler der Stuttgarter Kreuzsteinschule war sicherlich das Zuwasserlassens ihres aus Brettern und blauen Tonnen bestehenden Floßes am Rheinufer in Balm. In der einen Woche dann haben die Schüler und deren Betreuer damit nicht nur 35 Kilometer des Rheins befahren, sondern jeden Abend ein neues Lager errichtet, auf Gaskochern das Essen zubereitet, in Zelten geschlafen, um sich am nächsten Tag wieder auf die harten Hölzer des Floßes zu begeben und wieder von vorne anzufangen. „Es war unglaublich, welche Entwicklung die Schüler im letzten Schuljahr mitgemacht haben. Noch zu Beginn wäre solch eine Aktion undenkbar gewesen. Zehn Einzelkämpfer, jeder mit seinen persönlichen Problemen beschäftigt, unkonzentriert, unruhig. Gut, dass es solche Initiativen gibt, die auch längerfristig angelegte Projekte unterstützen" so Yvonne Kersten, Klassenlehrerin an der Kreuzsteinschule.

Im Juni 2010 setzten sich Carola Mertens und Marcus Weber von move&do mit Rainer Öhrle von der Evangelischen Jugend Stuttgart zusammen, um eine Kooperation einzugehen und ein neues erlebnispädagogisches Projekt zu entwickeln. Gemeinsam entstand die Idee, mit einer Förderschulklasse eine Floßtour zu unternehmen. „Da kam die Unterstützung der ,lch kann was!'-Initative der Deutschen Telekom natürlich sehr gelegen. Wir waren uns einig, dass wir den Schülern mehr bieten wollten, als ein einmaliges Erlebnis, das schon nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit gerät", erklärt Marcus Weber. Deshalb sollten die Schüler von Anfang an in die Planung der Tour miteinbezogen und möglichst ganzheitlich geschult werden, weshalb neben kooperativen Spielen auch Ausflüge ins Cityrock, eine Probenacht im einem Aktivpark und Probepaddeln auf dem Max-Eyth-See dazu gehörten.

Die wöchentlich stattfindenden Vorbereitungstreffen wurden ergänzt durch fächerübergreifenden Unterricht zu den Themen Floß, Flusskunde, Kalkulation der Verpflegungskosten, Erstellen einer Packliste und eines Essensplans und Verfassen von Spendenbriefen. „Gut, dass wir ein ganzes Schuljahr für die Vorbereitung eingeplant haben, denn zu Beginn konnten noch nicht einmal alle Schüler schwimmen, Also sind wir so lange mit den Kindern schwimmen gegangen", erklärt Carola Mertens. Bis zum Tourstart habe aber jeder das bronzene Schwimmabzeichen geschafft. Gestärkt und mit einem reichen Erfahrungsschatz kamen die Schüler am Ende dieser erlebnisreichen Woche zurück an ihre Schule und berichteten ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern unter viel Anerkennung von den Erlebnissen ihrer Tour. Stolz können die Schüler nun von sich behaupten: „Ich kann was!"


Gemeinsam qeht es besser: Beim Floßprojekt von „move&do" haben die Förderschüler viel gelernt.

Lernen Fördern Heft 4/11

Abenteuerliche Floßfahrt

Stuttgarter Jugendliche erobern den Hochrhein

Unter der Trägerschaft des Sportkreis Stuttgart e. V, der Laureus Foundation Deutschland und der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft arbeiten die erlebnispädagogischen Angebote von „move&do" in Stuttgart erfolgreich mit Kindern und Jugendlichen aus Schulen und sozialen Einrichtungen zusammen.

Move&do steht für eine ganzheitliche Förderung der Kinder und Jugendlichen. Damit soll eine positive Entwicklung des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsbildung gefördert und das Erlernen von Schlüsselqualifikationen ermöglicht werden. Das Projekt sieht sich als ergänzender Baustein des Schulprogramms und bietet eine Bereicherung für das Schulprofil. Ein Schuljahr lang wurden Modelle gebaut, verschiedene Flöße konstruiert, Probefahrten auf dem Max-Eyth-See unternommen und der Floßtour auf dem Hochrhein vom Rheinfall flussabwärts entgegengefiebert. Highlight für die zehn- bis dreizehnjährigen Schülerinnen und Schüler war sicherlich das Zuwasserlassen ihres aus Brettern und blauen Tonnen bestehenden Floßes an der Einsatzstelle in Balm: „Ich habe bis zum Schluss nicht gedacht, dass es tatsächlich hält und nicht mitten auf dem Fluss auseinanderbricht", erklärt Daniel, der genauso wie seine neun Kameraden mächtig stolz darauf ist, was er in dieser einen Woche geleistet hat. Die Jugendlichen und ihre Betreuer haben nicht nur 35 km paddelnderweise auf einem Floß den Rhein befahren, sondern jeden Abend ein neues Lager errichtet, auf Gaskochern das Essen zubereitet und in Zelten geschlafen, um sich am nächsten Tag wieder auf die harten Hölzer des Floßes zu begeben und wieder von vorne anzufangen.

„Es war unglaublich, welche Entwicklung die Jugendlichen im letzten Schuljahr mitgemacht haben. Jeder Einzelne ist förmlich über sieh hinausgewachsen. Noch zu Beginn wäre solch eine Aktion undenkbar gewesen. Zehn Einzelkämpfer, jeder mit seinen persönlichen Problemen beschäftigt, unkonzentriert, unruhig. Gut, dass es solche Initiativen gibt, die auch längerfristig angelegte Projekte unterstützen", so Yvonne Kersten, Klassenlehrerin an der Kreuzsteinschule.

Im Juni 2010 setzten sich Carola Bugert und Marcus Weber von move&do mit Rainer Öhrle von der Evangelischen Jugend Stuttgart zusammen, um eine Kooperation einzugehen und ein neues erlebnispädagogisches Projekt zu entwickeln. Gemeinsam entstand die Idee, . mit einer Förderschulklasse eine Floßtour zu unternehmen.

„Da kam die Unterstützung der „Ich kann was!"-Initative der Deutschen Telekom natürlich sehr gelegen. Wir waren uns einig, dass wir den Schülern mehr bieten wollten, als ein einmaliges Erlebnis, das schon nach kurzer Zeit wieder in Vergessenheit gerät", erklärt Marcus Weber. Deshalb sollten die Jugendlichen möglichst ganzheitlich geschult und von Anfang an in die Planung der Tour mit einbezogen werden. Durch die aktive Beteiligung sind die Jugendlichen vielmehr Teil der Tour als nur passive Konsumenten.

Neben der Konstruktion von Flößen sollten die Jugendlichen in erster Linie in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und als Team zusammenwachsen. Neben vielen kooperativen Spielen standen deshalb auch Ausflüge ins Cityrock, eine Probenacht im Aktivpark Bergheide und Probepaddeln auf dem Max-Eyth-See auf dem Programm. Ergänzt wurden die wöchentlich stattfindenden Vorbereitungstreffen durch fächerübergreifenden Unterricht zu den Themen Floß, Flusskunde, Kalkulation der Verpflegungskosten, Erstellen einer Packliste und eines Essensplans und Verfassen von Spendenbriefen. Gut, dass wir ein ganzes Jahr für die Vorbereitung eingeplant haben, denn zu Beginn konnten noch nicht einmal alle schwimmen, was natürlich ein absolutes Ausschlusskriterium für die Tour gewesen wäre. Also sind wir so lange mit den Kindern schwimmen gegangen, bis jeder einzelne mindestens das bronzene Schwimmabzeichen geschafft hat.

Gestärkt und mit einem reichen Erfahrungsschatz kamen die Jugendlichen am Ende dieser erlebnisreichen Woche zurück und berichteten ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern unter viel Anerkennung von den Erlebnissen ihrer Tour. Stolz können sie nun von sich behaupten „Ich kann was!" und haben erkannt, dass sie mit guter Teamarbeit und der Einbringung ihrer Stärken in der Lage sind, ihre Ziele zu erreichen.

Carola Bugert
Dipl. Sportwissenschaftlerin
www.moveanddo.de

STN 07.06.2011

Mit selbstgebautem Floß den Rhein hinunter

Schüler der Kreuzsteinschule wollen 30 Kilometer paddeln

Von Christoph Meyer

STUTTGART. Steht man an einem warmen Frühlingstag vor dem Bootshaus des Jugenhausvereins am Max-Eyth-See, könnte man meinen, man befände sich in der Südsee. Das hohe Reetdach mit dem trotzig hervorspringenden First und die fratzenhaften Schnitzereien am Eingang haben etwas Exotisches. Es beschleicht einen das Gefühl, man habe sich unerlaubt in die Domäne eines Eingeborenenstammes gewagt und müsse nun imFalle des Entdecktwerdens damit rechnen, als Schrumpfkopf zu enden. Und tatsächlich erscheint im Gegenlicht auf dem See ein Floß, das sich langsam, aber stetig nähert. Darauf sitzen allerdings keine Kopfjäger, sondern elf Schüler der Kreuzsteinschule in Stuttgart-Freiberg. Die Fünft- und Sechstklässler der Förderschule üben das synchrone Paddeln mit dem Floß. Sie sitzen entweder auf den großen blauen Fässern, die als Schwimmkörper dienen, oder auf zusammengeklappten Bierbänken, die geschickt auf die leichte Lattenkonstruktion des Floßes angebracht sind. Sie werden sich am 27. Juni unterhalb des Rheinfalls einschiffen und dann innerhalb von drei Tagen 31 Kilometer stromabwärts fahren.

Dann wird auch das Paddeln viel leichter fallen, erklärt fachmännisch der elfjährige Daniel. Für viele von ihnen wird es das erste Mal sein, dass sie von zu Hause weg sein werden. Sie kommen allesamt aus schwierigen Verhältnissen. Wegen massiver Lernprobleme sind sie auf der Förderschule. Hier bekommen sie in kleinen Portionen nur so viel beigebracht, wie sie aufnehmen können. Die Kinder sollen auf dem Floß vor allem Teamgeist lernen und Selbstbewusstsein schöpfen. Nicht umsonst heißt die Initiative der Telekom, die die Fahrt finanziert, „Ich kann was“. Zehn Prozent der Unkosten haben die Schüler durch das Sammeln von Spenden selbst gedeckt. Gefährlich ist das Fahren mit dem Floß nicht, so Rainer Öhrle von der Evangelischen Jugend Stuttgart. Der Rhein wird auf dem betreffenden Abschnitt nicht beschifft. Öhrle wird die Kinder zusammen mit der Lehrerin Yvonne Kersten und der Erlebnispädagogin Carola Mertens auf ihrer Fahrt begleiten.

 

move&do besucht die DTM

Zum Start der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) im April haben 30 Schüler der Luginslandschule und der Auschule aus Untertürkheim den Hockenheimring besucht. Das gemeinsam vom Sportkreis Stuttgart und der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft getragene Projekt move&do wird von der Laureus Stiftung Deutschland gefördert. Der Stiftung ist es auch zu verdanken, dass sich die Schülerinnen und Schüler der genannten Schulen im April auf den Weg zum Hockenheimring machten. Der Anlass: Mercedes Benz hat das aktuelle Fahrzeug von Ralf Schuhmacher mit dem Laureus Logo versehen, um die Stiftung noch mehr in der Öffentlichkeit zu platzieren. Denn der Traum, dass Sport die Welt verändern kann soll noch mehr in die Öffentlichkeit gelangen. „Ich freue mich sehr, dass ich dazu beitragen kann, die Laureus Stiftung populärer zu machen; es ist wichtig, dass wir uns über Projekte mit den Problemen der Jugendlichen auseinandersetzen“, so Ralf Schuhmacher. Der DTM Pilot Schuhmacher wird der Stiftung in nächster Zeit auch als Botschafter zur Seite stehen.

Die Schüler von move&do freuen sich sehr über die Unterstützung durch die Laureus Stiftung, denn move&do ermöglicht ihnen mit regelmäßig stattfindenden erlebnispädagogischen Aktionen eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls und des Vertrauens in sich und andere. Die erlangte Konflikt- und Kommunikations- fähigkeit ermöglicht ihnen die Übernahme von mehr Verantwortung im Alltag. Pascal aus der Auschule ist der Ansicht:“ Nachdem wir in unserer Klasse soviel erreicht haben, ist der Besuch der DTM ein toller Abschluss. Das Klima in der Klasse ist mittlerweile so gut, dass solche Ausflüge richtig Spaß machen.“

Die Stiftung sucht immer wieder den Kontakt zu ihren Projekten und ermöglicht den Teilnehmern so Erlebnisse der besonderen Art. So besuchten die Teilnehmer auch die Boxengasse, um einen Einblick in die Rennvorbereitung und die technische Abstimmung der Fahrzeuge zu bekommen. Das Highlight war sicherlich das Foto mit Schülern und dem Laureus AMG Mercedes von Ralf Schuhmacher. Ein Boxenbesuch so kurz vor dem Rennen war für alle ein absolutes Novum und ermöglichte einen tiefen Einblick in das bevorstehende Rennen. Mit großer Spannung ging es nun vorbei an der Mercedes Benz Lounge Richtung Tribüne, denn der Start des Rennens stand unmittelbar bevor. Kaum saßen alle auf ihren Plätzen, startete auch schon die Aufwärmrunde. Ralf Schuhmacher startete von Position 16 und belegte mit seinem Laureus Fahrzeug nach einer grandiosen Aufholjagd Rang neun. Das ist nur ein Platz an den Punkten vorbei, und sicher ein gutes Zeichen für die kommenden Rennen. Für Mercedes war es durchaus ein erfolgreicher Tag, da sie in der Gesamtwertung die ersten vier Plätze belegten.

Zum Abschluss des Tages konnten einige der Schüler in den neuen Mercedes Benz Modellen über das Testgelände mitfahren. Die meisten Mitfahrer waren aufgrund der Geschwindigkeit der Fahrzeuge in einer beinahe „Rennsituation“ mehr als beeindruckt.

Nach dem Besuch von Mika Häkinnen und Boris Becker im letzten Jahr im Hochseilgarten war dies das zweite „meet&greet“ mit Botschaftern von Laureus im Stuttgarter Projekt. Für die Kinder und Jugendlichen von move&do sind diese Besuche eine absolute Wertschätzung, die sie in ihrem alltäglichen Leben viel zu selten erhalten. Aus diesem Grund freuen wir uns mit unseren Schülern jetzt schon auf weitere „meet&greets“!

Marcus Weber

2010

WLSB SPORT inBW | 05/2010

move&do geht in die 2. Runde

Aufgeregte Kinder aus dem Stuttgarter Osten und das Team von move&do verbrachten im Februar ein Wochenende in den Bergen - mit Schneeschuhen, Schaufeln, Schlitten und Spielen fernab vom Alltagsstress und dem Stadtleben. „Solch eine Ausfahrt ist immer wieder eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Geschäft. Nicht nur man selbst hat die Gelegenheit raus in die Natur zu kommen, vor allem erlebt man die Kinder und Jugendlichen außerhalb der Schule ganz anders. Die Natur kennt keine Rücksicht, dadurch sind die gemachten Erfahrungen und Erlebnisse intensiver" so der Sozialpädagoge von move&do, Marcus Weber.

052010

Neben Spielen im und mit Schnee, Rodeln im Schein der Stirnlampen, wilden Schneeballschlachten und einer nächtlichen Grillaktion wurde die Ernsthaftigkeit des Draußenseins beim Iglubau erprobt. Die Strapazen der „Bauarbeiten" während des Tages waren beim eigentlichen Highlight, der Igluübernachtung, schnell vergessen. Mit der eigenen Leistung zufriedene, aber auch erleichterte Kinder begrüßten die Leiter am nächsten Morgen: „Die Nacht im Iglu war gar nicht so kalt, wie ich befürchtet hatte. Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier."

move&do möchte den Teamgedanken aus dem Sport in die Schulen transportieren. Denn dort sind Gewalt, Aggression, Alkoholmissbrauch, Mobbing oder Ausgrenzung leider immer häufiger ein Thema. Unter entsprechender Inszenierung ist der Sport ein gutes Instrument, um sein Ziele auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzen, da er unter anderem für Fair Play und Teamfähigkeit steht.

Kooperative Spiele und Problemlösungsaufgaben direkt an der Schule oder in sozialen Einrichtungen, Klettern in der Halle, am Fels oder im Hochseilgarten, Paddel- und Floßbauaktionen, City-Bound mit und ohne GPS oder Höhlenerkundungen auf der Schwäbischen Alb - das sind Settings und Methoden die helfen können, Probleme abzubauen und Ziele zu erreichen. Ein besonderes Merkmal von move&do ist ein mit erlebnispädagogischem Material ausgestatteter Transporter, der dort hinkommt, wo Bedarf ist. Vor drei Jahren ging move&do an den Start, um mit Erlebnispädagogik Kinder und jugendliche zu stärken und zu fördern. Erfahrungen aus dem Sport und der Jugendhilfe wurden gebündelt, um das Projekt in gemeinsamer Trägerschaft von Sportkreis Stuttgart, der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland und der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft umzusetzen.

Die große Nachfrage und die positiven Effekte bei den Kindern und Jugendlichen haben Laureus veranlasst, die Partnerschaft drei weitere Jahre fortzuführen: „Sport steht im Mittelpunkt des Projekts, daher ist die Laureus-Stiftung gerne ein Teil dieser gemeinsamen Initiative. Sport hat die Kraft die Welt zu verändern, das ist unsere Mission, die wir hier in Stuttgart umsetzen wollen. Teamfähigkeit, Verantwortung, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen sind grundlegende Fähigkeiten, die jungen Menschen heute oft fehlen" erläutert Stefanie Möllenkamp, Leiterin der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland.

In den nächsten drei Jahren sollen daher auch verstärkt ehemalige Teilnehmer in die Weiterentwicklung und die Durchführung der Angebote einbezogen werden. Nach dem Motto „Schüler für Schüler" sollen diese jungen Menschen ihre positiven Erfahrungen an nahezu Gleichaltrige weitergeben.

Dominik Hermet

2009

WLSB SPORT inBW | 04/2009

Mutprobe für Becker und Häkkinen

Die Laureus Academy Member Boris Becker und Mika Häkkinen besuchten auf Initiative der Laureus Stiftung Deutschland am 21. März das Projekt moveb&do und kämpften gemeinsam mit den Fünftklässlern der Ameisenbergschule gegen Schwerkraft und Höhenangst.

In Zweierteams ging es über eine „Wackelbrücke" in luftiger Höhe - Stefan (9) mit Mika Häkkinen und Shabnam (9) mit Boris Becker. Sieben Meter in der Luft sind bei den Schülern und den Stars Konzentration und höchste Aufmerksamkeit gefordert. Das Zittern der Knie lässt erst wieder nach, wenn alle festen Boden unter den Füßen haben. Der Rest der Klasse verfolgt jeden Schritt der Beiden und versucht die Brückenbretter in die richtige Position zu bringen.

Wer am Samstag am aktivparkBergheide vorbei kam, staunte nicht schlecht über den Andrang. Die fünfte Klasse der Ameisenbergschule aus Stuttgart Ost war zum Höhepunkt ihres erlebnispädagogischen Projektes mit movebtdo füreinen Tag im Hochseilgarten. Doch zusätzlichzu diesem ohnehin schon aufregenden Ereignis hatte sich noch Prominenz aus dem Sport angekündigt: Die Laureus Academy Member Boris Becker und Mika Häkkinen. Sie engagieren sich zusammen mit 44 weiteren Prominenten ehrenamtlich als globale Botschafter für die Laureus Stiftung weltweit.

Becker und Häkkinen wagten sich an dieselben Aufgaben wie die Schüler - in sieben Meter Höhe im Hochseil und auch bei einer Kooperationsübung auf dem Boden. Beim anschließenden gemeinsamen Grillen gab es genug Zeit für die Schüler, noch das heiß ersehnte Autogramm zu ergattern. Marcus Weber, betreuender Trainer von move&do ist überzeugt: „Wenn sich Leistungssportler für solche Projekte engagieren bekommt die Vermittlung von sozialen Kompetenzen eine ganz andere Wertigkeit."

Mit „move&do" wurde 2007 durch die drei Träger - Laureus Sport for Good Foundation Germany, Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus gGmbH - ein neues Projekt mit Schwerpunkten Erlebnispädagogik und Natursport installiert. Über die Mobilität dieses Projekts werden viele Schulen sowie soziale Einrichtungen und damit viele Kinder und Jugendliche im Stuttgarter Raum erreicht. Die Ameisenbergschule im Stuttgarter Osten ist eine der Schulen, mit denen move&do seit 2007 zusammenarbeitet. Regelmäßig im Herbst starten die fünften Klassen mit Sportlehrerin Oßwald ihr Projekt gemeinsam mit move&do: Über die Sportart Klettern geht es vor allem darum, die Klassengemeinschaft zu stärken, die Kommunikation zu verbessern und Vertrauen untereinander aufzubauen, ganz getreu der Aufgabe der Laureus Stiftung, die darin besteht Sport als Mittel zu sozialem Wandel einzusetzen. Durch den Besuch von Becker und Häkkinen er fuhren die Kinder eine Wertschätzung, außer dem hatten sie die Möglichkeit ihre Sportidole endlich einmal live zu treffen. „Dabei ist für unsere weitere Arbeit mit der Schulklasse besonders wichtig, dass die Schüler miterleben, wie in solchen Situationen auch Stars Schwäche zeigen können", meint die Trainerin Nina Klingele von move&do. So erging es auch Schüler Michael, der sich auf der Plattform nicht wirklich wohl gefühlt hat. Später hörte er Boris Becker - Chairman der Deutschen Laureus Stiftung - noch auf der Plattform stehend rufen: „Gibt es hier noch einen an deren Weg runter?" Die Klasse und move&do werden in diesem Schuljahr noch weitere Aktionen durchführen. Klassenlehrerin Katja Conzelmann zeigt sich sehr erfreut über den bisherigen Erfolg. Sie weiß dass ihre Schüler oft ein schwaches Selbstbewusst sein haben.

Dominik Hermet

Stuttgarter Wochenblatt | 26.03.09

Nur Mut, Boris und Mika!

Schüler der Ameisenbergschule helfen den Stars im Hochseilgarten

Die Laureus-Academy-Member Boris Becker und Mika Häkkinen besuchten auf Initiative der Laureus-Stiftung Deutschland vergangenen Samstag das Projekt Move&Do und kämpften gemeinsam mit den Fünftklässlern der Hauptschule gegen Schwerkraft und Höhenangst.

S-OST/PRAGSATTEL - In Zweierteams ging es über eine "Wackelbrücke" in luftiger Höhe - Stefan (9) mit Mika Häkkinen und Shabnam (9) mit Boris Becker. Das Zittern der Knie lässt erst wieder nach, wenn alle festen Boden unter den Füßen haben. Sieben Meter in der Luft sind bei den Schülern und den Stars Konzentration und höchste Aufmerksamkeit gefordert - der Rest der Klasse verfolgt jeden Schritt der Beiden und versucht die Brückenbretter in die richtige Position zu bringen. Wer am Samstag am Aktivpark Bergheide vorbeikam staunte nicht schlecht über den Andrang. Die fünfte Klasse der Ameisenbergschule aus Stuttgart Ost war zum Höhepunkt ihres Erlebnispädagogischen Projektes mit move&do für einen Tag im Hochseilgarten.

Doch zusätzlich zu diesem ohnehin schon aufregenden Ereignis hatte sich noch Prominenz aus dem Sport angekündigt: Die Laureus-Academy- Member Boris Becker und Mika Häkkinen, die sich neben 44 weiteren Academy- Membern ehrenamtlich als globale Botschafter für die Laureus-Stiftung weltweit engagieren und dadurch die öffentliche Aufmerksamkeit auf Erfolge, Probleme, und Erfordernisse an den Standorten lenken. Sie wagten sich an dieselben Aufgaben wie die Schüler - in sieben Meter Höhe im Hochseil und auch bei einer Kooperationsübung auf dem Boden. Beim anschließenden gemeinsamen Grillen gab es genug Zeit für die Schüler noch das heiß ersehnte Autogramm zu ergattern.

Marcus Weber, betreuender Trainer von Move&do ist überzeugt: "Wenn sich Leistungssportler für solche Projekte engagieren, bekommt die Vermittlung von sozialen Kompetenzen eine ganz andere Wertigkeit." Mit "Move&do" wurde 2007 durch die drei Träger - Laureus Sport for Good Foundation Germany, Sportkreis Stuttgart und Stuttgarter Jugendhaus gGmbH - ein neues Projekt mit den Schwerpunkten Erlebnispädagogik und Natursport installiert. Über die Mobilität dieses Projekts werden viele Schulen sowie soziale Einrichtungen und damit viele Kinder und Jugendliche im Stuttgarter Raum erreicht. Die Ameisenbergschule im Stuttgarter Osten ist eine der Schulen mit denen Move&do seit 2007 zusammenarbeitet.

Regelmäßig im Herbst starten die 5. Klassen mit Sportlehrerin Oßwald ihr Projekt gemeinsam mit move&do: über die Sportart Klettern geht es vor allem darum die Klassengemeinschaft zu stärken, die Kommunikation zu verbessern und Vertrauen untereinander aufzubauen, ganz getreu der Aufgabe der Laureus-Stiftung, die darin besteht Sport als Mittel zu sozialem Wandel einzusetzen. Durch den Besuch von Becker und Häkkinen erfahren die Kinder eine Wertschätzung, außerdem haben sie die Möglichkeit ihre Sportidole endlich einmal live zu treffen. Dabei ist für unsere weitere Arbeit mit der Schulklasse besonders wichtig, dass die Schüler miterleben wie in solchen Situationen auch Stars Schwäche zeigen können meint die Trainerin Nina Klingele von move&do.

So geht es auch Michael, der sich auf der Plattform nicht wirklich wohl gefühlt hat. Später hört er Boris Becker - Chairman der Deutschen Laureus Stiftung - noch stehend auf der Plattform rufen: "Gibt es hier noch einen anderen Weg runter?" Die Klasse und Move&do werden in diesem Schuljahr noch weitere Aktionen durchführen. Klassenlehrerin Katja Conzelmann zeigt sich sehr erfreut über den bisherigen Erfolg. Sie weiß, dass ihre Schüler oft ein schwaches Selbstbewusstsein haben.

Stuttgarter Zeitung | 23.03.09 Von Christine Keck

Ein bisschen mutiger als Boris Becker

Schüler trainieren mit Promis

Einmal mit Tennislegende Boris Becker in den Seilen hängen oder Ex-Formel1-Profi Mikka Häkkinen beim Klettern sichern - das durften Stuttgarter Hauptschüler am Samstag. Im Aktivpark Bergheide stellten sie ihren Teamgeist unter Beweis und überwanden Ängste.

Den Tag, als sie mutiger war als Boris Becker, wird Shabham so schnell nicht vergessen. Schritt für Schritt balanciert die Zwölfjährige im Hochseilpark Bergheide in sechs Meter Höhe über wackelige Bretter, die ihre Mitschüler über Seile in die Horizontale ziehen. Die zierliche Schülerin reicht dem ehemaligen Tennischämpion die Hand, Boris Becker greift zu, rutscht in eine gefährliche Grätsche hinein. Gemeinsam wagen die Fünftklässlerin der Ameisenbergschule und der Promi den luftigen Parcours, angespornt von einem guten Dutzend jugendlicher, gesichert von einem dicken Klettergurt.

Raus aus der Schule, in der Natur die eigenen Grenzen austesten und erleben, wie gemeinsam in der Gruppe so manches besser geht - das sind die Ansätze der Erlebnispädagogik. Ihr hat sich das Modellprojekt "Move & do" verschrieben, das von der Stuttgarter Jugendhaus-gesellschaft, dem Sportkreis und der Laureus-Stiftung gemeinsam finanziert wird. Es ist auf drei Jahre angelegt und hat einen Etat von 290 000 Euro. Seit 2007 spornt Projektleiter Marcus Weber Förder- und Hauptschüler an, zu zeigen, was in ihnen steckt. Er baut mit ihnen Flöße, um auf dem Max-Eyth-See Runden zu drehen, bei denen keiner untergeht, lm Kletterzentrum auf der Waldau trauen, sich die Schüler die Senkrechte hinauf - manche nur ein paar Meter, andere bis ganz oben. Auch im Hochseilgarten wird so manche Angst besiegt.

"Gibt es hier noch einen anderen Weg runter?", ruft Boris Becker etwas verzweifelt. Er soll springen, von der Plattform auf den Boden, sechs Meter überwinden. Da kommt es nicht auf Schnelligkeit an, da hilft weder Muskelkraft noch Technik weiter. Boris Becker muss beweisen, dass er Vertrauen hat - in die vier Frauenhände, die das Seil sichern, an dem er gleich hängen wird. Alle Augen sind auf ihn gerichtet, alle Kameras haben nur einen im Anschlag. Auch Exrennfahrer Mikka Häkkinen ruft seinem Freund Boris Aufmunterndes zu.

So viel Prominenz im Aktivpark Berg ist ein Novum. Als Vorsitzender der deutschen Laureus-Stiftung engagiert sich Boris Becker seit Jahren für sozialen Wandel durch Sport. "Wir müssen unseren Kindern und Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit schenken und Förderung anbieten", betont Becker und hat mit Mikka Häkkinen einen bekannten Unterstützer an seiner Seite. "Viele Kindern fehlt es an sozialen Kontakten", bedauert Häkkinen. Sie seien gefangen in ihrer Welt der Computerspiele und Internetangebote. "Wir sind hier, damit sie gemeinsam mit uns erleben können, dass Sport und Bewegung großen Spaß machen."

Die Aufregung vor dem Treffen mit den Sportlern hat die 17 Schüler tagelang begleitet. Er wolle ein Foto mit dem Formel1-Champion, gesteht Micha und spricht Häkkinen auf Englisch an. Der Sportler setzt die Sonnenbrille ab, nimmt den jungen für die Kamera in den Arm. Doch mit den Promis richtig plaudern, das trauen sich die Schüler nicht. Bei den Spielen, die Team- und Koordinationsfähigkeit trainieren, wird gekichert und gestöhnt. Beim Bratwurstessen am offenen Feuer wird schweigsam die Senftube an Boris Becker weitergereicht.

Für Klassenlehrerin Katja Conzelmann ist das Projekt dennoch ein voller Erfolg. "Die Hauptschüler haben oft ein schwaches Selbstbewusstsein", sagt die Pädagogin. Sie weiß, wie gut ihren Zöglingen die Erlebnistage beim Klettern oder im Jugendhaus getan haben. Sie sieht, wie wichtig es ist, die Kinder, die mitunter aus schwierigen Familien kommen, ihre Stärken spüren zu lassen.

Boris Becker setzt sich auf der Plattform auf den Hosenboden. "Oh Gott" ruft er und springt mit geschlossenen Augen, die Hände an den Gurten. Es ist eine weiche Landung. Shabnam, seine Partnerin auf dem Hochseilparcours, muss lachen über so viel Zögerlichkeit. "Ich habe keine Angst gehabt", sagt sie,"ich habe es einfach gemacht."

2007

Der Sport | das Magazin des württembergischen Landessportbundes WLSB | 29.05.07 Nr.11 Jahrgang 60

Gemeinsam an den Strippen der Prävention ziehen

Der Sportkreis Stuttgart startet das Projekt "move&do" mit Schirmherr Christoph Langen Seit Mai ist der Sportkreis Stuttgart um ein Kooperationsprojekt reicher: Mit „move&do" startete ein mobiles, erlebnispädagogisches Projekt das soziale Kompetenzen bei jugendlichen stärken und über diesen Weg das Gewalt- und Aggressionspotenzial senken soll. Schirmherr des Projekts ist der ehemalige Weltklasse-Bobfahrer Christoph Langen.

Christoph Langen nimmt seine Rolle als Schirmherr sehr ernst und „möchte sie nicht nur auf dem Papier übernehmen, sondern ihr auch aktiv gerecht werden". Bei der Auftaktveranstaltung des Projekts am 7. Mai in der Untertürkheimer Auschule bekam er dazu gleich Gelegenheit. Von vierzehn Schülerinnen und Schülern ließ sich Langen in einem „Laufenden A" über den Schulhof bewegen. Bei diesem erlebnispädagogischen Gerät handelt es sich um eine Holzkonstruktion, an dessen Spitze mehrere Seile befestigt sind. Durch gezieltes Spannen und Entspannen der Seile kann das Holz-A ins Gleichgewicht gebracht und fortbewegt werden. Wichtiger als die Kraft sind bei dieser Aktion das Miteinander und die Teamfähigkeit der Teilnehmer.

Schulen bei Erziehung unterstützen

Gerade diese Komponenten der Sozialkompetenz fehlen bei vielen Jugendlichen jedoch. „Tritt dann noch eine erhöhte Gewaltbereitschaft auf, stehen Schulen und Eltern schwere erzieherische Aufgaben bevor", so Stefanie Möllenkamp, Geschäftsführerin der Laureus-Stiftung, die neben dem Sportkreis Stuttgart und der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH als Träger auftritt. Das Team von „move&do" besteht aus der Sportwissenschaftlerin Nina Klingele und dem Sozialpädagogen Marcus Weber, der das erlebnispädagogische Projekt im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte. Gesellschaftliche Veränderungen in der Familie und der Gesellschaft stellen das Schulsystem, den Sport und die Jugendhilfe vor neue Herausforderungen, die mit den traditionellen bzw. konven- tionellen Methoden nicht mehr zu lösen sind. Der Programminhalt von „move&do" zielt auf eine ganzheitliche Förderung der Jugendlichen im Bereich von Schlüsselqualifikationen ab, wie sozialem Verhalten und Persönlichkeitsbildung. Durch verschiedene erlebnispädagogische Maßnahmen an Schulen oder sozialen Einrichtungen soll u. a. die Vermittlung von Sozialkompetenz sowie der Abbau von Gewalt und Aggressionen erreicht werden.

Soziale Qualität des Sports nutzen

Sportliche Outdoor-Aktivitäten wie Klettern, Floßbau oder Kanu fahren gehören neben Abenteuerfreizeiten zu den Highlights des Programms. Dabei genießt die sportliche Komponente bei „move&do" einen sehr hohen Stellenwert - auch zu Recht meint Fred Jürgen Stradinger, Vorsitzender des Sportkreis Stuttgart: „Unter entsprechender Inszenierung ist der Sport ein sehr gutes Instrument, um auch Ziele in anderen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzen, da er beispielsweise für Fair Play und Teamfähigkeit steht." „move&do" richtet sich mit seinen erlebnispädagogischen Maßnahmen an alle Stuttgarter Schulen, aufgrund des sozialen Auftrags liegt der Schwerpunkt jedoch auf Haupt- und Förderschulen. Da nur durch Kontinuität auf das Sozialverhalten der Kinder und Jugendlichen eingewirkt werden kann, wird jede Schule mehrfach besucht. Absprachen mit den zuständigen Lehrkräften gewährleisten dabei eine individuelle Programmgestaltung und das Eingehen auf die jeweiligen klassen- bzw. gruppeninternen Probleme.

Projekt soll auch langfristig wirken

Das zunächst auf drei Jahre angesetzte Projekt, wird über den kompletten Zeitraum wissenschaftlich begleitet. Dazu werden alle durchgeführten erlebnispädagogischen Aktionen an neun ausgewählten Pilotschulen, darunter auch die Auschule, untersucht. Diese wissenschaftliche Auswertung soll den Präventivcharakter des Projekts überprüfen. Schließlich streben Marcus Weber und Nina Klingele von „move&do" an, ihr Projekt zukünftig als Dauereinrichtung installieren zu können.

www.stuttgarter-wochenblatt.de 10.05.2007

Im "laufenden A" übern Schulhof

Gemeinsames Strippenziehen gegen Gewalt - Projekt "move & do" startet mit Schirmherr Christoph Langen im Schulhof der Auschule

UNTERTÜRKHEIM. Vergangenen Montag fiel der Startschuss für "move & do" - ein mobiles, erlebnispädagogisches Projekt in Trägerschaft der Laureus Stiftung, der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH und des Sportkreis Stuttgart. Die Schirmherrschaft für das Projekt, über dessen Mobilität Schulen sowie soziale Einrichtungen in Stuttgart erreicht werden sollen, haben Bob-Olympiasieger Christoph Langen und Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster übernommen.

Die Rolle als Schirmherr von "move&do" möchte Christoph Langen nicht nur auf dem Papier übernehmen, sondern ihr auch aktiv gerecht werden.

Bei der Auftaktveranstaltung des Projekts in der Untertürkheimer Auschule bekam er dazu gleich Gelegenheit. Von vierzehn Schülerinnen und Schülern ließ sich Langen in einem "laufenden A" über den Schulhof bewegen. Bei diesem erlebnispädagogischen Gerät handelt es sich um eine Holzkonstruktion, an dessen Spitze mehrere Seile befestigt sind. Durch gezieltes Spannen und Entspannen der Seile kann das Holz-A ins Gleichgewicht gebracht und fortbewegt werden. Wichtiger als Kraft ist bei dieser Aktion das Miteinander und die Teamfähigkeit der Teilnehmer.

Vielen Jugendlichen fehlen jedoch gerade diese Komponenten der Sozialkompetenz. "Tritt dann noch eine erhöhte Gewaltbereitschaft auf, stehen Schulen und Eltern schwere erzieherische Aufgaben bevor", so Stefanie Möllenkamp, Geschäftsführerin der Laureus Sport for Good Foundation Germany.

Gesellschaftliche Veränderungen in der Familie und der Gesellschaft stellen das Schulsystem, den Sport und die Jugendhilfe somit vor neue Herausforderungen, die mit den traditionellen bzw. konventionellen Methoden nicht mehr zu lösen sind.

Andreas Reißig, Vorsitzender der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH, betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer Angebotserweiterung mit neuen Ansätzen und alternativen Lösungswegen. Eine solche bietet das neu installierte erlebnispädagogische Projekt "move & do". Die Programminhalte zielen auf eine ganzheitliche Förderung der Jugendlichen im Bereich von Schlüsselqualifikationen, wie soziales Verhalten und Persönlichkeitsbildung.

Durch verschiedene erlebnispädagogische Maßnahmen an Schulen oder sozialen Einrichtungen soll u. a. die Vermittlung von Sozialkompetenz sowie der Abbau von Gewalt und Aggressionen erreicht werden. Sportliche Outdooraktivitäten wie Klettern, Floßbau oder Kanufahren gehören neben Abenteuerfreizeiten zu den Highlights des Programms.

Dabei genießt die sportliche Komponente bei "move&do" einen sehr hohen Stellenwert - auch zu Recht, meint Fred-Jürgen Stradinger, Vorsitzender des Sportkreises Stuttgart: "Unter entsprechender Inszenierung ist der Sport ein sehr gutes Instrument, um auch Ziele in anderen gesellschaftlichen Bereichen umzusetzen, da er beispielsweise für Fair Play und Teamfähigkeit steht"."

"move & do" richtet sich mit seinen erlebnispädagogischen Maßnahmen an alle Stuttgarter Schulen, aufgrund des sozialen Auftrags liegt der Schwerpunkt jedoch auf Haupt- und Förderschulen. Da nur durch Kontinuität auf das Sozialverhalten der Kinder und Jugendlichen eingewirkt werden kann, wird jede Schule mindestens dreimal besucht. Absprachen mit den zuständigen Lehrkräften gewährleisten dabei eine individuelle Programmgestaltung und das Eingehen auf die jeweiligen klassen- bzw. gruppeninternen Probleme.

Das zunächst auf drei Jahre angesetzte Projekt wird über den kompletten Zeitraum wissenschaftlich begleitet.

Dazu werden alle durchgeführten erlebnispädagogischen Aktionen an neun ausgewählten Pilotschulen, darunter auch die Auschule, untersucht. Diese wissenschaftliche Auswertung soll den Präventivcharakter des Projekts überprüfen. Schließlich streben Marcus Weber und Nina Klingele von "move & do" an, ihr Projekt zukünftig als Dauereinrichtung installieren zu können.

STUTTGARTER NACHRICHTEN 08.05.07 VON MARKO BELSER

In der Gemeinschaft Strippen ziehen

Mitmachprojekt gegen Gewalt an Schulen gestartet

Gewalt, Aggression und Ausgrenzung sind Alltag an Stuttgarter Schulen. Mit Erlebnispädagogik will das Projekt "move&do" dagegensteuern. Die Schirmherrschaft haben Bob-Olympiasieger Christoph Langen und OB Wolfgang Schuster übernommen.

In seiner aktiven Karriere ist er durch den Eiskanal gerast. Auf dem Schulhof der Auschule in Untertürkheim bewegt sich Olympiasieger Christoph Langen hingegen nur sehr schleppend. Eigentlich wird er bewegt. Langen steht im "Laufenden A, einer Holzkonstruktion, an deren Spitze 15 Seile befestigt sind. Die Schüler an den Enden der Seile bringen durch gezieltes Ziehen und Lockerlassen das Holz-A samt Olympiasieger zum Laufen.

Solch eine erlebnispädagogischen Übung soll die soziale Kompetenz der Schüler fördern. "Es geht darum, dass die Kinder erfahren, dass sie den anderen Vertrauen können", sagt Projektleiter Marcus Weber. Denn wenn die Strippenzieher nicht festhalten, fällt das Holz-A um. Das Interesse an dieser Form von Erlebnispädagogik ist groß. Bis zum Sommer ist Weber schon ausgebucht. "move&do" will ein längerfristiges Angebot schaffen. Also keine einmaligen Aktionen. Stattdessen besucht Weber mit einer Kollegin interessierte Förder- und Hauptschulen mindestens dreimal. Als erlebnispädagogische Höhepunkte sind Kanufahrten oder Besuche im Hochseilgarten geplant.

"Wir wollen grundlegende Dinge vermitteln: Zuhören, Kontaktaufnahme und Konfliktfähigkeit", sagt Weber. Dies dämme nicht nur das Gewalt- und Aggressionspotenzial der Schüler ein. Auch die Konzentrationsfähigkeit werde so gesteigert. Deshalb sind die Schulleiter gerne bereit, an einem "move&do"-Tag einige Unterrichtsstunden zu opfern.

Weber hat das Bewegungsprojekt im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelt. Ohne Förderer, das war ihm von Anfang an klar, würde er seine Konzeption nicht mit Leben füllen können. Die nötige Unterstützung fand er bei Laureus, dem Stuttgarter Jugendhaus e. V. und dem Sportkreis.

Laureus ist eine von DaimlerChrysler und Richemont gegründete Stiftung, in der sich weltweit Sportgrößen wie Michael Jordan, Alberto Tomba oder eben Christoph Langen engagieren. Ihr Motto lautet: Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern."

Er kann vor allem Kindern helfen. Nicht nur in der Dritten Welt, auch an Stuttgarter Schulen. Christoph Langen sieht das genauso. Deshalb nimmt er die Schirmherrschaft des Projekts sehr ernst. "Ich will aktiv mitmachen, nicht nur einmal auftauchen, sondern so oft wie möglich." Vielleicht wird man also in Zukunft den Bob-Olympiasieger öfter sehen, wie er im "Laufenden A" über Schulhöfe schwankt.

CANNSTATTER ZEITUNG 08.05.07 (ale)

Gemeinschaftserlebnis Sport mit dem Bobweltmeister

Obertürkheim: Projekt "Move & Do" gegen Gewalt an der Schule mit Schirmherr Christoph Langen gestartet

"Gewalt an Schulen ist immer ein Thema", sagt die Geschäftsführerin der Laureus Sport for Good Foundation Germany, Stefanie Möllenkamp. In Kooperation mit dem Stuttgarter Sportkreis und der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH wurde gestern in der Auschule die neue Initiative "Move & Do" vorgestellt.

Durch Erlebnispädagogik sollen die Jugendlichen spielerisch Sozialkompetenz erlernen. Gewalt, Aggression, Alkoholmissbrauch, Mobbing oder Ausgrenzung von Ausländern seien Realität an deutschen Schulen. "Dem wollen wir entgegenwirken", erklärt Möllenkamp.

Die Laureus-Stiftung, für die 45 Sportlegenden wie Franz Beckenbauer, Boris Becker, Bobby Charlton oder Michael Jordan weltweit tätig sind, will den Sport als Mittel zum sozialen Wandel einsetzen. Die Idee wurde in Untertürkheim beim Gründungspartner DaimlerChrysler geboren. "Deshalb lag es nah, auch in Stuttgart tätig zu werden", erklärt Möllenkamp.

Die Initiative "Move & Do" stehe für eine ganzheitliche Förderung der Schüler zu sozialem Verhalten und der Persönlichkeitsausbildung, erklärt Projektleiter Marcus Weber. Durch verschiedene erlebnispädagogische Outdooraktivitäten hauptsächlich vor Ort aber auch Highlights wie Klettern oder Kanufahren lernen die Jugendlichen Vertrauen aufzubauen." Sie müssen erkennen, dass sie nur gemeinsam stark sind", sagt Weber. Vorurteile könnten so ausgeräumt werden.

So mussten gestern die Auschüler versuchen, durch wechselseitiges Ziehen an 15 Seilen ein Holzgestänge - das laufende A in die gewünschte Richtung zu bringen. Auch der achtmalige Bobweltmeister und zweifache Olympiasieger Christoph Langen, der neben OB Wolfgang Schuster als Schirmherr, fungiert, ließ es sich nicht nehmen, persönlich mitzuwirken.

"Der Sport bringt alle Jugendlichen zusammen", sagt Langen. "Man lernt für das spätere Leben oft mehr als in anderen Fächern. Auf der einen Seite auch einmal die Ellbogen einzusetzen aber gleichzeitig Teamfähigkeit", betont Langen die Bedeutung. Deshalb will er sich verstärkt einbringen und nicht als "Schirmherr auf dem Papier agieren".

Das Projekt richtet sich an alle Stuttgarter Schulen. "Wir sind offen für alles", erklärt Weber, das Hauptaugenmerk liege aber aufgrund des sozialen Auftrags auf den Haupt- und Förderschulen. Das Angebot kommt gut an. Bis zum Sommer ist man bereits komplett ausgebucht. Schließlich sollen alle Schulen mindestens drei Mal besucht werden.

"Wir wollen eine gewisse Kontinuität aufrecht erhalten", sagt Weber. Dazu gehöre auch die vorherige Absprache mit den Lehrern. "Wir müssen auf die jeweiligen Probleme eingehen". Zunächst auf drei Jahre ist die Initiative angelegt. An neun ausgewählten Pilotschulen wird in dieser Zeit eine wissenschaftliche Auswertung vorgenommen. "Ziel ist es, dass das Projekt zur Dauereinrichtung wird", hofft Weber. "Um den gewünschten Präventivcharakter zu erhalten".