„Ich schaff‘s auch ohne“ – Stressfaktor Handy

„Ich schaff‘s auch ohne“ – das heißt es seit September 2017 bei move&do für die beiden achten Klassen der Pestalozzi Werkrealschule in Stuttgart. Beim Besuch des Laureus-Förderprojekts an der Schule ging es in mittlerweile vier Trainingseinheiten um Themen wie Stressfaktor Handy oder Multitasking überfordert.

Außerdem gab es einen Selbstcheck der Schülerinnen und Schüler: Alles mit dem Ziel, die Jugendlichen für den bewussteren Umgang mit dem Handy im Alltag zu sensibilisieren. Am Ende dieses Projekts steht die große Aufgabe, eine zweitägige Radtour rund um Stuttgart selbst zu organisieren – selbstverständlich ohne Handy und sonstige technische Unterstützung.

xmas17 Auch wir von move&do aus Mannheim haben uns in das Projekt eingebracht. In einem Gastvortrag bearbeiteten die jeweils 20 Schülerinnen und Schüler aus den beiden Klassen die Themen Selbstregulation und Eigenverantwortung. Dabei beschäftigten sie sich damit, welche „Helfer“ in ihrem Kopf arbeiten, die sie beim konzentrierten und erfolgreichen Arbeiten unterstützen.

Außerdem gingen sie der Frage nach, wie sie sich selbst mental besser steuern, eigenverantwortlich führen, angemessen fordern und richtig erholen können. Hinter dieser Aufgabe stecken komplexe neurowissenschaftliche Ideen und Forschungsergebnisse, die selbst vielen Studenten Kopfzerbrechen bereiten dürften. Mit Hilfe des Modells nahmen die Jugendlichen die Gedanken total interessiert auf und setzten sie sehr gut mit Blick auf ihre persönliche Situation um.

Wir als gesamtes move&do-Team und auch die anwesenden Lehrkräfte waren begeistert, wie die Einheiten verlaufen sind, wie gespannt die Teilnehmer alle Inhalte verfolgt und aktiv mitgearbeitet haben. Wir sind der Meinung, dass die Schülerinnen und Schüler daraus viel für ihr Leben und ihren Schulalltag mitnehmen konnten.

Autor:
Kolja Müller-Späth ist Projektleiter beim Laureus-Förderprojekt move&do Mannheim². Er hat Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln und an der Universität Heidelberg studiert und setzt sich nun mit dem erlebnispädagogischen Ansatz von move&do für junge Menschen ein. Eines der Ziele: Das Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenz der Jugendlichen zu stärken, indem relevante Themen gemeinsam im Team aufgearbeitet werden.

BOGY-Praktikum bei move&do

Hallo, ich heiße Katha und gehe in die 10. Klasse. Eine besondere Woche erwartete mich, mein BOGY-Praktikum bei move&do.

Die Woche über gingen wir in verschiedene Klassen. Angefangen von einer fünften Klasse bis hin zu einer zweiten Klasse. Die Schulklassen haben mit vielen Spielen und Aufgaben gelernt sich gegenseitig zu vertrauen und miteinander in einem Team zu arbeiten. In dieser Woche konnte ich auch verschiedene Verhaltensweisen in den Klassen kennenlernen.

xmas17 Anfangs habe ich nur zugeschaut oder mitgemacht, aber am Ende meiner Praktikumswoche durfte ich sogar ein Spiel für eine 4. Klasse vorbereiten und anleiten. Da diese Klasse beim nächsten Mal klettern gehen würde, habe ich mir ein Spiel zum überlegt, welches das Vertrauen der Kinder zueinander stärken soll. Dies hat mir viel Spaß gemacht, da die Kinder motiviert und mit viel Freude das Vertrauensspiel bewältigt haben.

Weiter durfte ich mir Gedanken zu Stuttgart 48 machen und Spielvorschläge einbringen. Auch dies bereitete mir große Freude, da ich schon mehrmals selber ein Teilnehmer war und somit wusste wie viel Spaß man beim Lösen der Aufgaben hat.

Außerdem fand ich es faszinierend das verschiedene Zusammenarbeiten der Kinder zu beobachten und die Vorgehensweisen der Klassen bei unterschiedlichen Aufgaben miteinander zu vergleichen.

Zu Beginn der Woche war ich noch etwas aufgeregt, da ich nicht wusste, was mich alles erwarten würde, doch zum Ende hin war ich schon sehr gelassen und auch etwas traurig da ich bald wieder gehen musste.

Auf geht's in ein neues spannendes Jahr 2018!